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Straße:
Domshof o. Nr.
Domshof 16
Denkmaltyp:
Gaststätte & Platz & Springbrunnen
Listentext:
Domshof, Platzanlage Domshof (2025)°
Einzeldenkmal siehe: Domshof, Stadtplatz°
Bestandteile der Denkmalgruppe:°
- Domshof 16, Domshof-Forum, 1999 von Joachim Schürmann sowie Peter und Jutta Schürmann°
- Neptunbrunnen, 1992 von Waldemar Otto
Kurzbeschreibung:
Der Domshof ist der größte, historisch gewachsene Platz der Bremer Innenstadt und zugleich das räumliche Bindeglied zwischen dem einstigen Dombezirk und der bürgerlichen Siedlung. Über den Zweck, den der Platz ursprünglich zu erfüllen hatte, herrscht noch heute Ungewissheit. In frühsten kartografischen Darstellungen zeigt sich der Platz bereits grundsätzlich in seiner heutigen Dimension. Er war vermutlich stets unbebaut gewesen. Seit seiner Anlage (vermutlich vor 1300) war der Domshof Schauplatz städtischer und kirchlicher Machtkonflikte: Der Streit zwischen bürgerlicher Kommune und erzbischöflichem Landesherrn um die Hoheit über den Domshof zog sich bis zur Säkularisierung 1803. Seither entwickelte sich der Platz zum bürgerlichen Zentrum der Stadt.°
Der Domshof ist ein längsrechteckiger, nach Süden sich verjüngender Platz von rund 190 Metern Länge. Er wird im Süden durch den St.-Petri-Dom und das Neue Rathaus gefasst, an den Längsseiten von historischen und modernen Bankgebäuden gerahmt. Die heterogene Bebauung spiegelt den Wandel von der mittelalterlichen Domimmunität zum modernen Finanzstandort wider. Zentrale Bestandteile des Domshof-Ensembles sind das Domshof-Forum und der Neptunbrunnen. Das Forum, bestehend aus einem zweigeschossigen Glas-Stahl-Pavillon und einer achtteiligen Glasüberdachung ("Stadtdach"), bildet den transparenten nördlichen Platzabschluss und knüpft gestalterisch an die Passagenarchitektur der 1990er Jahre an. Der Neptunbrunnen ergänzt den Stadtraum um einen raumwirksamen Blickfang und ein physisches Platzzentrum. Seine Bronzefigurengruppe - mythologische Meeresfiguren in abstrakt-expressiver Gestaltung - kontrastiert mit der historischen Umgebung und knüpft zugleich an die Tradition öffentlicher Brunnenkunst an. Die Platzfläche selbst ist weitgehend frei und dient heute als Veranstaltungs- und Marktplatz.°
Die Platzanlage Domshof besitzt herausragende Bedeutung als kulturelles, städtebauliches und künstlerisches Ensemble. Sie verkörpert die Kontinuität urbaner Öffentlichkeit in Bremen - vom geistlichen Zentrum über den bürgerlichen Versammlungsort bis zum modernen Stadtraum.
Art Dat.:
Errichtung Domshof-Forum
Art Dat.:
Errichtung Neptunbrunnen
Objekt @ Künstler:
Entwurf Domshof-Forum
Architekt/Künstler:
Schürmann, Joachim & Schürmann, Margot & Schürmann, Peter & Schürmann, Jutta
Objekt @ Künstler:
Entwurf Neptunbrunnen
Architekt/Künstler:
Waldemar Otto
Quelle:
Infotafel der Landesarchäulogie
Lit.-Kurztitel:
Architektur in Bremen und Bremerhaven, 1988
Lit.-Kurztitel:
Bremen und seine Bauten 1900, 1900
Lit.-Kurztitel:
Brune, Guido: Domshof - Platz der Erzbischöfe und der Banken =°
Das Rathaus und seine Nachbarn, Band II, Bremen 2006
Lit.-Kurztitel:
Grohne, Ernst: Die älteste Stadtbefestigung Bremens (Bremisches Jahrbuch 43, 1951)
Lit.-Kurztitel:
Hans Saebens. Bilder für Bremen 1930-1969, Ausst.-Kat. 2020
Lit.-Kurztitel:
Hoffmann, Hans-Christoph: Mit Augenmaß und Spitzhacke - der Wiederaufbau im Stadtkern =°
Das Rathaus und seine Nachbarn, Band II, Bremen 2006
Lit.-Kurztitel:
Lührs, Wilhelm: Der Domshof. Geschichte eines bremischen Platzes, Bremen 1979
Lit.-Kurztitel:
Syring, Eberhard: Als eine tektonische Woge eine Woge der Entrüstung auslöste =°
WK Geschichte 2017