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Tag des offenen Denkmals® am 12.09.2021

Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege

ehem. Martin-Brinkmann-Fabrik – Tabakquartier
ehem. Martin-Brinkmann-Fabrik – Tabakquartier

Am Sonntag, dem 12. September 2021, findet der diesjährige Tag des offenen Denkmals® deutschlandweit statt.

Bei freiem Eintritt warten wieder zahlreiche Denkmäler in Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven darauf, besucht und entdeckt zu werden.

In diesem Jahr lautet das Motto "Sein & Schein – in Geschichte, Architektur und Denkmalpflege" und lenkt den Blick auf das, was täuschend echt erscheint, es aber nicht ist. Dazu zählen auch Parkanlagen. Ihre dekorativen Elemente, Staffagen und verschlungenen Wege scheinen allein von der Natur geschaffen zu sein und wurden doch von Menschenhand gestaltet. Auch Oberflächen von Skulpturen oder Fassaden sind nicht immer aus dem edlen Material, aus dem sie zu sein scheinen. So lassen wir uns bisweilen durch illusionistische Malerei wie im St. Petri Dom täuschen: die scheinbar schweren Sandsteinquader bestehen aus bemalten Ziegelsteinen. Eine weitere Täuschung gelingt durch die Wiederverwendung historischer Stilformen. Zwar scheint die Bremer Baumwollbörse im Stile der Renaissance gebaut zu sein, tatsächlich wurde sie aber erst 1900-1902 errichtet. Die Orgel – vom Deutschen Musikrat zum Instrument des Jahres 2021 gekürt – kann mit ihren musikalischen Klangfarben und vielseitigen Musikrichtungen Täuschungen akustischer Art erzeugen. Zum Orgelkonzert lädt bereits am Samstagabend, 11.09.2021, die Propsteikirche St. Johann ein.
Außerdem öffnen viele weitere Denkmäler, die "scheinbar" keinen Themenbezug haben, tatsächlich aber sehenswert sind. Sie laden ein zum Wundern, Entdecken und neu Begreifen.

Begrüßung und Eröffnung
Der Tag des offenen Denkmals wird um 11.00 Uhr in der ehemaligen Tabakfabrik, im heutigen Tabakquartier, Hermann-Ritter-Straße 112, 28197 Bremen-Woltmershausen, eröffnet.
Die Grußworte sprechen:

  • Marcel Linnemann, Justus Grosse Real Estate GmbH
  • Carmen Emigholz, Kulturstaatsrätin
  • Prof. Dr. Georg Skalecki, Landeskonservator

Mitglieder der Bremer Philharmoniker werden die Eröffnungsveranstaltung musikalisch begleiten.

Adresse: Hermann-Ritter-Straße 112, 28197 Bremen-Woltmershausen Kartenansicht
öffentliche Verkehrsmittel: Bus-Linie 24 ab Haltestelle Domsheide in Richtung Rablinghausen (Abfahrten: alle 20 Min. 10.24 h, 10.44 h usw.)
Haltestelle: Dötlinger Straße, zu Fuß, 500 m, ca. 6 min., Bus-Linie 24 und Fußweg

Programm
BREMEN
BREMEN-NORD
BREMERHAVEN

Programmheft PDF zum Download (pdf, 1.5 MB)

Programmhefte liegen ab Mitte August 2021 an verschiedenen öffentlichen Stellen aus: Stadtbibliothek, Bremer Touristik Zentrale, Rathaus, Kapitelsaal 8, Dom, Landesamt für Denkmalpflege.

Corona-Informationen

Bei Eintritt in die Innenräume der Denkmäler ist das Tragen einer FFP2- oder einer medizinischen Maske für alle Besucher:innen verpflichtend.

Außerdem gilt aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte beim Besuch der Denkmal-Innenräume die 3G-Regel. Daher muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt werden.

Für Kinder bis zum 14. Lebensjahr gilt die Beschränkung nicht, sie haben weiterhin Zugang, auch wenn sie nicht geimpft, genesen oder getestet sind.
Beachten Sie ggfls. auch die Informationen auf den jeweiligen Internetseiten der Veranstalter.

BREMEN

Rathaus (Am Markt 21, Altstadt)

Das Alte Rathaus ist ein gestreckter gotischer Rechteckbau von 1405-1409 mit zwei ungeteilten Hallen (Obere und Untere Rathaushalle). Die Marktfront erhielt 1608-1614 unter dem Einfluss des niederländischen seine heute noch unversehrt erhaltene prunkvolle Renaissancefassade.
Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).
Zugang: Neues Rathaus, Eingang Am Markt 21.
Geöffnet: 11.00 h – 17.00 h, letzter Einlass: 16.30 h; zugänglich sind die Obere Rathaushalle, der Festsaal, Kaminsaal und Senatssaal; Info-Stand der DSD.
Barrierefrei, Eingang Schoppensteel
Bitte beachten: Bei Eintritt in das Haus ist das Tragen einer FFP2- oder einer medizinischen Maske für alle Besucher:innen verpflichtend. Bitte informieren Sie sich vor Ort oder vorab auf www.rathaus.bremen.de über die aktuell geltenden Hygienevorschriften.

St. Petri-Dom, ev. und Dommuseum (Am Dom 1, Altstadt)

Erster Bremer Dom 789 geweiht; heutiger Bau im Kern auf das 11. und 12. Jh. zurückgehend, Zweiturmfront und weitgehend erneuerte Fassaden im Sinne einer idealtypischen rheinischen Romanik von 1888-1901. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Zahlreiche Anlehnungen an vergangene Baustile im Sinne des Historismus bei der Außengestaltung sowie der Ausmalung des Innenraums.
Geöffnet: 14.00 h – 17.00 h
Themenführungen: "Das Bildprogramm der Bischofskleidung" – Führung zu den Textilien im Dom-Museum: 14.00 h;
"Alles Mittelalter oder was?" – Eine Führung zur Außenfassade des Doms: 15.00 h;
"Schau genau" – Verwirrendes und Überraschendes im Bau und der Ausstattung des Doms: 16.00 h;
Bitte beachten: begrenzte Teilnehmerzahl, max. 20 Personen je Führung; es gelten die aktuellen Corona-Hygienemaßnahmen für öffentliche Führungen im Museum.
Weitgehend barrierefrei, mit Ausnahme der Krypten, der Chöre, des Dom-Museums
Chorkonzert: Dem Leben zugewandte Musik um 18.00 h
Gott und dem Leben zugewandte Musik von J. S. Bach für Alt und die obligaten Instrumente Viola da gamba und Orgel.
Als instrumentale Abwechslung gibt es einzelne Sätze aus Bachs Cellosuiten und Geigenpartiten in der Bearbeitung für Viola da gamba sowie Orgelmusik von Georg Böhm.
Es musizieren

  • Julie Comparini (Alt)
  • Claas Harders (Viola da gamba)
  • Klaus Westermann (Orgel)

Der Eintritt ist frei, um eine angemessene Spende wird gebeten.

Haus der Bürgerschaft (Am Markt 20, Altstadt)

Parlamentsgebäude, nach kontroverser Debatte 1962-1966 erbaut. Der Entwurf stammt von Wassili Luckhardt, einem Protagonisten der Klassischen Moderne.
Geöffnet: 11.00 h – 17.00 h, laufend Führungen nach Bedarf durch Abgeordnete der Bremischen Bürgerschaft und Mitarbeiter:innen der Bürgerschaftskanzlei.
Barrierefrei
Bitte beachten: Bei Eintritt in das Haus ist das Tragen einer FFP2- oder einer medizinischen Maske für alle Besucher:innen verpflichtend. Bitte informieren Sie sich vor Ort oder vorab auf www.bremische-buergerschaft.de über die aktuell geltenden Hygienevorschriften.

Baumwollbörse (Wachtstraße 17-24, Altstadt)

Sein & Schein auch am Kontorhaus der Baumwollbörse: Der letzte Großbau des berühmten Johann Poppe war 1900-1902 zugleich auch der Schlussakkord des Historismus in Bremen. Äußerlich im Neo-Stil der Renaissance gehalten, sind gleichzeitig die innere Konstruktion (Stahlskelettbau) und die vertikale Erschließung (Paternoster und Aufzüge) hochmoderne technische Elemente ihrer Zeit.
Führungen: 11.00 h, 12.00 h, 13.00 h, 14.00 h, Gruppe max. 10 Pers., kostenlose Eintrittskarten an der Rezeption der Baumwollbörse in der Woche vor dem Denkmaltag, 07.09.2021 bis 10.09.2021, 14.00 h – 17.00 h
Nicht barrierefrei

Unser Lieben Frauen, ev. (Unser Lieben Frauen Kirchhof 27, Altstadt)

Unser Lieben Frauen
Unser Lieben Frauen

Älteste Pfarrkirche Bremens (11. Jh.), ab 1230 als Hallenkirche neu erbaut; eindrucksvolle Buntglasfenster der Nachkriegszeit von A. Manessier. Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.
Festgottesdient mit Bachkantate "Warum betrübst du dich, mein Herz" (Pastor Stephan Kreutz): 10.30 h – 11.30 h. Anschließend bis 18.00 h geöffnet; es werden Kirchenführungen angeboten für Erwachsene und Kinder sowie das Blasen der Turmbläser; Nach viermonatigen Instandsetzungs-Arbeiten präsentiert sich die große alte Stadtkirche in neuem Licht und lädt dazu die Öffentlichkeit herzlich ein.

Propsteikirche St. Johann, kath. (Klosterkirchstraße, Altstadt)

© Christof Haverkamp - Orgel in der Propsteikirche St. Johann
© Christof Haverkamp - Orgel in der Propsteikirche St. Johann

Ehemalige Klosterkirche des um 1225 gegründeten Franziskanerklosters, dreischiffige gotische Hallenkirche der zweiten Hälfte des 14. Jhs. In seiner über 600-jährigen Geschichte erlebte das Gebäude verschiedene Verwendungen: als Klosterkirche, als Krankenhauskirche und nach der Reformation als Kirche für reformierte Gemeinden und hugenottische Glaubensflüchtlinge. 1816 wurde es der neu gegründeten katholischen Gemeinde übergeben und 1823 neu geweiht.

Die Orgel wird deutschlandweit als "Instrument des Jahres 2021" gefeiert, deshalb lädt St. Johann am Samstag, 11.09.2021, von 19.30 h – 23.00 h, zur Orgelnacht ein:
5 Kurzkonzerte, je 30 Minuten mit Orgelmusik von Barock bis Jazz:

  • 19.30 h – 20.00 h David Schollmeyer
  • 20.15 h – 20.45 h Wolfgang Baumgratz
  • 21.00 h – 21.30 h Lea Suter
  • 21.45 h – 22.15 h Kai Niko Henke
  • 22.30 h – 23.00 h Mona Rozdestvenskyte

Eintritt frei, um eine Spende wird gebeten
In den Konzertpausen wird auf dem Kirchplatz zu einem Glas Wein eingeladen, wenn es die geltende Corona-Verordnung zulässt.

Sonntag, 12.09.2021, Führung durch die Propsteikirche (Wilhelm Tacke): 16.00 h

Rundgang zu den "Neubauten" im Schnoor (Altstadt)

Brunnen
Brunnen "Beim Bade" im Schnoor

Der Schnoor gehört zur ältesten, 782 erstmals urkundlich erwähnten, Besiedelung Bremens am Fuße der Domdüne und gilt als das erste in sich geschlossene Baugebiet der Stadt. Die heute noch vorhandenen historischen Häuser entstammen dem 15. bis 19. Jahrhundert. Nach dem Beschluss des Ortsstatuts für das Schnoorviertel 1959 wurden die Kriegsschäden unter der Leitung von Karl Dillschneider, später auch benannt als "Vater des Schnoor", im Sinne einer Traditionsinsel baulich instandgesetzt und ergänzt. Bei der Führung durch den Denkmalpfleger Uwe Schwartz sollen insbesondere die Hinzufügungen nach 1959 Thema sein, welche teilweise nur für das geübte Auge zu erkennen sind.
Rundgang: 14.00 h – 15.00 h,
Treffpunkt: Stavendamm, am Brunnen "Beim Bade"

Ehrenmal Altmannshöhe (Wallanlagen, hinter der Kunsthalle, Mitte)

Das Ehrenmal für die Gefallenen des 1. Weltkrieges wurde 1933-1935 nach Entwürfen des Bremer Künstlers Prof. Gorsemann und des Landschaftsarchitektens Wiepking-Jürgensmann als großer Mauerring auf einer ehemaligen Bastion der Wallanlagen errichtet. Angeblich ist es das größte (Kriegs-) Namensdenkmal Deutschlands; hier bekam jeder Gefallene einen Klinkerstein mit seinem Namen. Die Führung erläutert die Anlage und ihre Geschichte.
Führung (Horst Massmann, Geschichtswerkstatt Osterholz): 11.00 h
Nicht barrierefrei

Gerhard-Marcks-Haus (Am Wall 208, Mitte/Ostertor)

Das Gerhard-Marcks-Haus, ursprünglich als spezielles Gerhard-Marcks-Museum gegründet und seit 1971 ein Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei, ist in einem der beiden klassizistischen Ostertorwachhäuser untergebracht, die 1825 von Friedrich Moritz Stamm errichtet wurden. 1970/71 wurde es von Bert Gielen entkernt, in Zusammenarbeit mit Gerhard Marcks zum Skulpturenmuseum umgebaut und rückwärtig erweitert, 1990/91 und 2015/16 nochmals sensibel erweitert bzw. modernisiert.
Kostenlos geöffnet: 10.00 h – 18.00 h; Führungen (Regina Gramse): 11.00 h, 14.00 h, Titel: "Das Baudenkmal Gerhard-Marcks-Haus – eine Fusion von Sein und Schein?"

Die Wallanlagen – eine Führung und eine Ausstellung (Bremen-Mitte)

Die Wallanlagen
Die Wallanlagen

Die Bremer Wallanlagen entstanden im Zuge der Entfestigung der Stadt im Beginn des 19. Jahrhunderts. Früh kam die Idee auf, die Spaziergänge im Stil eines englischen Landschaftsgartens als idealisierte Landschaft zu gestalten: Ab 1802 wurden die Bastionen aus dem 17. Jh. zu Hügeln, der sternförmige Stadtgraben zu einem mäandrierenden Fluss. Die Wallanlagen verkörperten zuvor die Macht und Wehrhaftigkeit der Stadt, nun aber die friedliche Pracht eines großzügigen Parks.
Achtung: Die Führung durch die Wallanlagen unter botanischen Gesichtspunkten mit Ralf Mischke fällt aus!

Die Ausstellung "Geschichte der Wallanlagen – Eine Zeitreise" zeigt die Entwicklung der Grünanlage von ihren Anfängen bis in die Gegenwart.
Geöffnet: Ansgaritorhaus, Deutsche Gesellschaft für Garten-und Landschaftskultur (DGGL): 11.00 h – 16.00 h, direkt gegenüber der Haltestelle "Am Wall".

Bereits am Samstag, 11.09.2021, um 15.00 h findet die Führung zu den Skulpturen in den Wallanlagen statt. Christine Holzner-Rabe erzählt Amüsantes und Ernstes über jede Skulptur, die sich zwischen Ansgaritorhaus und Altmannshöhe befindet. Treffpunkt: Vor dem Ansgaritorhaus, direkt gegenüber der Haltestelle "Am Wall". Dauer ca. 90 Min. Keine Anmeldung notwendig.

Tischlerei-Museum im "Viertel" (Köpkenstraße 18-20, Mitte/Ostertor)

Die historische Tischlerei konnte durch die Tischler-Innung und einen Förderverein vor dem Abbruch bewahrt werden. Die alten Werkstätten des "Fabriken-Etablissements" im Herzen des Bremer "Viertels" wurden seit 1888 kaum verändert. So bekommen Besucher heutzutage einen hautnahen Eindruck davon, wie einst bis zu 25 Arbeiter mit Hilfe einer Dampfmaschine Vorprodukte für kleinere Betriebe fertigten und daneben eine klassische Tischlerei betrieben. Im Tischlerei-Museum ist die Zeit im wahrsten Sinne des Wortes stehen geblieben.
Geöffnet: 10.00 h – 17.00 h, Führungen nach Bedarf.
Nicht barrierefrei

"Haus des Reichs" (Rudolf-Hilferding-Platz 1, Mitte)

Ehem. Verwaltungsgebäude des international tätigen "Nordwolle"-Konzerns, opulentes konservativ-modernes Kontorhaus, errichtet 1928-1930 nach Plänen von H. und E. Gildemeister, heute Sitz der Finanzbehörden.
Die palastähnliche Fassade und der offen zur Schau gestellte Reichtum geben dem Behördensitz ein widersprüchliches Erscheinungsbild. Von außen den Blicken verborgen, werden die monumentalen Ausmaße des Bauwerks erst im Innenhof sichtbar. Anspielungen auf die Weltgeltung des früheren Unternehmens und raffinierte Gestaltungseffekte verleihen dem Haus bis heute eine geheimnisvolle Atmosphäre.
Das Haus des Reichs ist nicht komplett zugänglich.
Geöffnet: Eingangshalle (mit Info-Tisch), ausgewählte historische Räume des Gebäudes und der ehemaligen Nordwolle-Direktionsetage: 11.00 h – 17.00 h

Übersee-Museum (Bahnhofsplatz 13, Mitte/Bahnhofsvorstadt)

1891-1896 wurde für das neugeschaffene Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde ein repräsentatives Gebäude errichtet; prachtvoller Erweiterungsbau von 1907-1911.
Geöffnet: 10.00 h – 17.00 h, freier Eintritt
Rundgang mit Japanologe Léo Messerschmid und Historikerin Lisa Korge "Sein & Schein – Die Welt unter einem Dach", das Motto mit dem Direktor Hugo Schauinsland vor 125 Jahren begann, Architektur aus aller Welt unter den Glaskuppeln des Übersee-Museums zu versammeln – ein Rundgang zu architektonischen Highlights und zur asiatischen Baukunst: 11.00 h – 12.00 h
Treffpunkt: Infopoint;
Fotoaktion: Während der Museums-Erlebnis-Tour können alle am Wettbewerb #denkmalschnappschuss mitmachen und ihr Foto auf https://www.tag-des-offenen-denkmals.de/startseite/fotoaktion-2021/ hochladen.
Es gelten die aktuellen Corona-Hygienemaßnahmen für öffentliche Führungen im Museum.
• Der barrierefreie Eingang befindet sich rechts vom Haupteingang.

Bürgerpark (Hollerallee, Findorff)

Der Bürgerpark, ab 1866 nach Entwürfen von Wilhelm Benque im Auftrag des "Vereins für die Bewaldung der Bürgerweide" (später: Bürgerparkverein) angelegt, einer der bedeutendsten deutschen Landschaftsparks des 19. Jhs., ab 1906 im Norden um den Stadtwald erweitert und ist heute einer der größten städtischen Parkanlagen Deutschlands.
Gemäß dem Motto der Gründerväter von 1865: "Für Herr und Gesind`; Mann, Weib und Kind; Zu Nutz und Freud‘; Für alle Zeit" ist der Bürgerpark und Stadtwald die grüne Lunge Bremens, offen für alle und wird seither privat erhalten und gepflegt. Der Bürgerpark zeigt sich den Besuchern einzigartig und nahezu unverändert seit seiner Entstehung ab 1866, mittlerweile allerdings unverkennbar von den Folgen des Klimawandels betroffen.
Geöffnet: permanent; Führung (Parkdirektor Tim Großmann): 11.00 h, ca. 90 Min.,
Treffpunkt: Eingang Parkhotel

St. Remberti, ev. (Friedhofstr. 10, Schwachhausen)

Charaktervolle kleine Backsteinkirche (1950-1951) mit tief herab gezogenem Walmdach nach Entwurf von Eberhard Gildemeister in der Tradition der barocken bremischen Saalkirchen. Ebenfalls von Gildemeister ist das sich anschließende Gemeindezentrum (1959).
Die digitale Präsentation der Kirche aus 2020 befindet sich weiterhin auf https://remberti.de/ueber-uns/das-denkmal-in-st-remberti/]
Orgelführung: 11.30 h – die Kantorin Lea Vosgerau erklärt wie sich die Orgel spielt und warum sie jetzt repariert werden muss. Darüber hinaus demonstriert sie wie das Musikinstrument klingt. Die Orgel wurde 1994 von der badischen Orgelbauwerkstatt Fischer+Krämer in Konzeption einer badisch-elsässischen Barockorgel mit französisch-romantischen Elementen gebaut.
Rundgang durch das Remberti-Ensemble mit Dörte Friemel: 16.30 h, Treffpunkt: vor der Kirche;
Diese Veranstaltung fällt aus: Erklärungen der Handwerkstechniken am "versteckten Tympanon" der alten St.-Remberti-Kirche

Focke-Museum (Schwachhauser Heerstraße 240, Schwachhausen)

Das Hauptgebäude des Focke-Museums, nach Entwurf von Heinrich Bartmann 1959-1964 errichtet, hebt sich durch die außerordentliche künstlerische Qualität und die Einfügung in die umgebende Parklandschaft sowie die sensible räumliche Disposition des großzügigen Grundrisses hervor. Es zählt zu den architektonisch und konzeptionell herausragenden modernen Museumsbauten in Nachkriegsdeutschland. Seine Materialien – Beton, Backsteinmauerwerk und Glas – harmonieren in einer klaren ruhigen Formensprache miteinander und mit dem umgebenden Park.
Eine kostenlose Führung fokussiert zentrale Aspekte des Baus: architektonische Kunstgriffe, verborgene bautechnische Eigenschaften sowie bisher wenig bekannte Hintergründe seiner Entstehungs- und Nutzungsgeschichte.
(Prof. Dr. Eberhard Syring, Dr. Jan Werquet): 15.00 h, Treff: Im Kassenbereich;
(Außerhalb der Sonderführungen wird der reguläre Eintrittspreis erhoben.)

Oelzweig-Haus und Bremer Logenhaus (Kurfürstenallee 8 u. 15, Schwachhausen)

Oelzweig-Haus und Bremer Logenhaus
Oelzweig-Haus und Bremer Logenhaus

Achtung: Das Oelzweig-Haus hat seine Teilnahme am Denkmaltag abgesagt

Die beiden großbürgerlichen Villen der Zeit um den I. Weltkrieg dienen heute als Versammlungsorte von Freimaurerlogen: die für einen Kaufmann 1922 errichtete Villa Nr. 15 ist seit 1948 das Bremer Logenhaus; die 1913 errichtete ehem. Villa Mundhenke schräg gegenüber wurde 1956 Sitz der Loge zum Oelzweig.
Bremer Logenhaus geöffnet: 11.00 h – 16.00 h; Führungen ständig nach Bedarf, ca. 20 Min. Vortrag im Logenhaus zum Haus und zu den Logen (ca. 30 Min.): 12.00 h; Gastronomie im Bremer Logenhaus geöffnet
• Nicht barrierefrei

Windmühle Oberneuland (Mühlenweg 34, Oberneuland)

1848 nach dem Brand der Vorgängerin, einer Bockwindmühle, als Galerieholländer neu erbaut, Außenstelle des Focke-Museums seit 1972. Ausstellung mit Funktionsmodell der Mühle. Der Galerieholländer-Typ wurde in den Niederlanden erfunden, die Windrosensteuerung in England. Die bald von Wohnbebauung umgebene Mühle wird am Denkmaltag noch in ihrem Landschaftsbezug erlebbar sein.
Geöffnet von 10.00 h – 17.00 h; Führungen durch die Windmühle (Barbara de Lira Rocha, Gabriele Stubbe) ständig, nach Bedarf: 11.00 h – 16.30 h
Nicht barrierefrei

Zion-Gemeindezentrum, ev. (Kornstraße 31, Neustadt)

Zion-Gemeindezentrum
Zion-Gemeindezentrum

Das Zion-Gemeindezentrum (1955-1957) war Bremens erster moderner Kirchenbau nach dem Krieg. Fast unscheinbar erscheint das Bauwerk, jedoch sein markanter Turm mit Weltkugel und dem Symbol des Kreuzes darauf, offenbaren seine Bestimmung.
Geöffnet von 10.00 h – 16.00 h; Gottesdienst: 10.00 h; offenes Café: 11.30 h – 16.00 h; Führungen "Vom Tonstudio im Keller bis zur Weltkugel auf dem Kirchturm", Treffen: im Foyer (Pastor Thomas Lieberum): 12.00 h, 13.30 h, 15.00 h; Obergeschoss mit Kirchenraum nicht barrierefrei

Die Fabrik – Tabakquartier (Hermann-Ritter-Straße 112, Woltmershausen)

Im Tabakquartier
Im Tabakquartier

Die ehemalige Fabrik der Martin Brinkmann AG wurde nach Entwürfen des Werksarchitekten Fritz Strohecker und seines Neffen Kurt Strohecker in mehreren Bauabschnitten ab 1936-1967 errichtet. Noch heute sind die dort produzierten Zigarettenmarken wie "Lord Extra" und "Peer Export" bekannt. Die Produktions- und Lagereinrichtungen wurden durch das Immobilienunternehmen Justus Grosse in den letzten Jahren für eine neue Nutzung behutsam umgestaltet.
Tabakquartier geöffnet: 10.00 h – 17.00 h;
Eröffnungsveranstaltung zum Tag des offenen Denkmals in Bremen: 11.00 h;
Info-Stand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz,
Führungen (Hans-Jürgen Hilmes, Architekt): 13.00 h, 15.00 h;
Zugang über die Toreinfahrt rechts vom Haupteingang;
das Restaurant Foodbox ist geöffnet.

Adresse: Hermann-Ritter-Straße 112, 28197 Bremen-Woltmershausen Kartenansicht
öffentliche Verkehrsmittel: Bus-Linie 24 ab Haltestelle Domsheide in Richtung Rablinghausen (Abfahrten: alle 20 Min. 10.24 h, 10.44 h usw.)
Haltestelle: Dötlinger Straße, zu Fuß, 500 m, ca. 6 min., Bus-Linie 24 und Fußweg

Ev.-lutherische Kirche Hemelingen (Westerholzstraße 19, Hemelingen)

Kirche Hemelingen
Kirche Hemelingen

1888-1890 nach Plänen von Karl Börgemann, Schüler und Mitarbeiter von Conrad Wilhelm Hase, errichtet. Stattliche und für die Backstein-Neugotik der sog. Hannoverschen Schule typische Kirche, gut erhaltene Ausstattung.
Geöffnet: 11.00 h – 14.00 h; Gottesdienst: 10.00 h; Führung durch Kirche und Kirchengeschichte mit Turmbesteigung unter dem Motto: "Die Kirche nicht verstecken – scheinen!" (Klaus Brinkmann): 11.00 h
Bis auf die Turmbesteigung barrierefrei

Osterholzer Friedhof (Osterholzer Heerstraße 33/34, Osterholz)

Kapelle auf dem Osterholzer Friedhof
Kapelle auf dem Osterholzer Friedhof

1910-1920 nach Plänen von Paul Freye unter Rückgriff auf Gestaltungsprinzipien des formalen Gartens. Hauptkapelle nach Entwurf des Architekten Franz Seeck.
In zwei Führungen werden die früher durch Akustik-Wandverkleidungen überdeckten und während der Restaurierungsarbeiten von 2003-2006 wiederentdeckten originalen Wandmalereien thematisiert. Die Architektur und Geschichte des Gebäudes werden ebenfalls erläutert. Vor und nach den Führungen wird die Sopranistin Julia Bachmann in Begleitung von Cello und Gitarre zu hören sein.
Geöffnet (regulär): Am Tag des offenen Denkmals, 11.00 h – 17.00 h
barrierefreie Führungen (Umweltbetrieb Bremen): 12.00 h, 14.00 h, Treffpunkt: Eingang Hauptkapelle,
mit dem Fahrrad den Osterholzer Friedhof erkunden (Osterholzer Geschichtswerkstatt): 16.00 h, Treffpunkt: Haupteingang Osterholzer Heerstraße;
Für alle Führungen gilt eine begrenzte Teilnehmerzahl,
Voranmeldung notwendig bis Freitag, 10.09.2021: ganztags per office@ubbremen.de oder telefonisch unter 0421-361-2920 bis 16.30 Uhr.

Waller Kirche (Lange Reihe 77, Walle)

Mitteltönige Barockorgel in der Waller Kirche
Mitteltönige Barockorgel in der Waller Kirche

Barocker Westturm von 1658, Grabmal des Ritters Christoph Ludwig Rasch(en); das Kirchenschiff wurde 1951-52 als historisierender Wiederaufbau der im 2. Weltkrieg zerstörten Backstein-Saalkirche von 1726 errichtet. Altarfenster von Heinz Lilienthal "Der große Fischzug". Die vom niederländischen Orgelbauer Winold van der Putten geschaffene mitteltönige Barockorgel scheint eine "historische Orgel" zu sein, auf der sich die Musikliteratur der Renaissance und des frühen Barock "originalgetreu" spielen lassen; aber tatsächlich ist sie ein Instrument unserer Zeit aus dem Jahr 2002.
Orgelkonzert: Werke von Jan Peterszon Sweelinck bis Johann Sebastian Bach, Katja Zerbst, Kantorin in St. Johann zu Oberneuland, 16.30 h – 17.15h,
Anmeldung wegen Covid-19 unter beushausen@putten-orgel.de oder 0421-396-3234

Ausgrabung Friedhof sowjetischer Kriegsgefangener (An der Reitbrake, Oslebshausen)

An der Reitbrake
An der Reitbrake

Das Gelände zwischen der Straße An der Reitbrake und der Hafeneisenbahn in Oslebshausen scheint wie ein ödes Gewerbegebiet. Doch der Schein trügt. Dort waren in der NS-Zeit mehrere große Zwangsarbeitslager u. a. für sowjetische Kriegsgefangene. Etliche von ihnen starben an Hunger und Krankheiten oder wurden bei Fluchtversuchen ermordet. Der zu den Lagern gehörende Friedhof wird seit August 2021 archäologisch untersucht. Die ersten Ergebnisse dieser Ausgrabung werden den Besuchern und Besucherinnen in Form von Führungen zur Grabung und mit einer kleinen Poster-Ausstellung präsentiert.
Führungen: 14.00 h, 15.00 h und 16.00 h, Treffpunkt: an der Gedenkstätte mit dem orthodoxen Kreuz
Parkplätze vorhanden, ÖPNV: Busse der Linien 90 und 93 bis Haltestelle Von-Ossietzky-Straße und Fußweg durch die Riedemannstraße zum Treffpunkt
Die Führungen gehen teils über unebenes Gelände (Schlaglöcher), sie sind aber ansonsten barrierefrei.

Bremen-Nord

Altes Packhaus Vegesack (Alte Hafenstraße 30, Vegesack)

Altes Packhaus und Blick ins Overbeck-Museum
Altes Packhaus und Blick ins Overbeck-Museum

Das Alte Packhaus Vegesack (KITO-Haus), ein ehemaliges Wohn- und Packhausgebäude, gehört zu den ältesten und bedeutendsten Bauten Vegesacks. Ursprungsbau aus der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts, rückwärtiger Speicheranbau (1753). Beherbergt heute die Kultureinrichtungen "KITO" und Overbeck-Museum.
Overbeck-Museum geöffnet: 11.00 h – 18.00 h

Logenhaus Vegesack (Weserstraße 7, Vegesack)

Logenhaus Vegesack
Logenhaus Vegesack

Der stattliche klassizistische Bau wurde Mitte des 19. Jhs. als vornehmstes Wohn- und Geschäftshaus Vegesacks erbaut. 1899 Umbau zum Logenhaus. Nach Enteignung durch die Nationalsozialisten und Verwendung als Heimatmuseum seit 1968 wieder von der Freimaurerloge "Anker der Eintracht" genutzt.
Geöffnet: 10.00 h – 17.00 h; Führungen: nach Bedarf; Kaffee und Kuchen
Nicht barrierefrei

Zivilschutzanlage in der Tiefgarage Sedanplatz (Am Sedanplatz 2 Z, Vegesack)

Arbeitsplatz des Bunkerwarts
Arbeitsplatz des Bunkerwarts

Die 1973-75 erbaute Tiefgarage Sedanplatz wurde zugleich als Zivilschutzanlage geplant, sie ist eine sogenannte Mehrzweckanlage (MZA), die größte Schutzraumanlage Bremens aus der Zeit des Kalten Krieges und die einzige mit erhaltener Ausstattung.
Führungen (Egbert Heiß): 11.00 h, 13.00 h, Treffpunkt: Eingang Markthalle, Dauer ca. 90 Min. Achtung: Streng auf 25 Teilnehmer begrenzt, Teilnahme nur mit kostenloser Eintrittskarte, abzuholen in der Cafeteria des Gustav-Heinemann-Bürgerhauses Vegesack, Kirchheide 49 (07.09.-10.09.2021, 9.00 h – 18.00 h)

Thiele-Speicher (Alte Hafenstraße 44, Vegesack)

Thiele Speicher
Thiele Speicher

Ehem. Pack- und Lagerhaus am Vegesacker Hafen, um 1800. Giebelfront mit Ladepforten und Kranbalken. Erfolgreiche Umnutzung als Domizil des Fecht-Clubs Bremen-Nord (FCBN) und des Kutter- und Museumshavens Vegesack e.V.
Geöffnet: 12.00 h – 17.00 h; Führungen ständig nach Bedarf;
Vorstellung des Fechtsports mit Demonstrationen
Nicht barrierefrei

Knoops-Park (Auf dem hohen Ufer, St. Magnus)

Bootspartie mit Familie Knoop
Bootspartie mit Familie Knoop

"Sein & Schein...", das Motto des diesjährigen Tages des offenen Denkmals passt sehr gut zur Gartenkunst des 19.Jahrhunderts; war es doch die Vorstellung der Gartenarchitekten, die Landschaft in die herrschaftlichen Gärten zu holen, um sich direkt an der „Natur im Kleinen“ zu erfreuen.
Natürliche und bauliche Accessoires erzeugten ein romantisches Lebensgefühl, obwohl außerhalb der Gärten die technische und gesellschaftliche Entwicklung in rasanter Weise voranschritt.
Das Beispiel Knoops Park zeigt, welche Menschen sich diese Scheinwelt realisiert haben und was aus ihr wurde. Der Spaziergang durch das Gartendenkmal führt zu Baron Knoop sowie zu den "Töchterresidenzen" Albrecht, Schotteck und Kränholm.
Führung (Christof Steuer, Treffpunkt: Parkplatz Kränholm, auf dem hohen Ufer / Ecke Raschenkamps Weg): 11.00 h – 12.30 h

Ev. Kirche Vegesack (Kirchheide 10, Vegesack)

ev. Kirche Vegesack
ev. Kirche Vegesack

1819-1821 zunächst als einfache rechteckige Saalkirche in klassizistischen Formen errichtet. Bereits 1832-1833 durch Jacob Ephraim Polzin vergrößert und verändert. Originalausstattung mit Gestühl, Empore und Kanzelaltar.
Geöffnet nach dem Gottesdienst (10.30 h-11.30 h).
Die Kirche birgt viele Geheimnisse. Besonderes Augenmerk sei auf die bewusste Bauweise mit heiligen Zahlen gelegt. Sie diente als Signalstation und Seefahrer Kirche. Ganz nebenbei gibt es noch eine geheime Kirche in der Kirche, wo der heilige Gral verborgen ist! Einige spüren sogar seine spirituelle Ausstrahlung an diesem Ort.
Die Führungen um 12.00 h und 15.00 h lüften das Geheimnis um den heiligen Gral.

Seenotrettungs-Versuchskreuzer "Bremen" (Liegeplatz Museumshaven Vegesack, Zum Alten Speicher)

SRK-Versuchskreuzer Bremen auf Fahrt
SRK-Versuchskreuzer Bremen

Als Motorrettungsboot "Konsul Kleyenstüber" der DGzRS 1931 auf der Vegesacker Lürssen-Werft erbaut, dort 1952 zum Prototyp des modernen Seenotrettungskreuzers umgebaut, bis 1965 im Einsatz. Eine engagierte Crew hält das Schiff in Fahrt. Förderprojekt der DSD
Open Ship: 10.00 h – 18.00 h, Deck- und Fahrstände können besichtigt werden, Interessenten werden in Gruppen bis max. 4 Pers. an Bord gelassen, Kinder ab 6 Jahren willkommen;
Nicht barrierefrei
Bitte beachten: Der Zutritt mit einer FFP2- oder einer medizinischen Maske ist für alle Besucher:innen verpflichtend. Außerdem gilt aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte beim Besuch des Schiffes die 3G-Regel. Daher muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt werden.

St. Michael, ev. (Grohner Bergstraße 1, Grohn)

Kirche St. Michael in Grohn
Kirche St. Michael in Grohn

Kreuzförmiger, romanisierender Sandstein-Zentralbau, erbaut 1906-08 nach Entwurf von K. Mohrmann, Hannover. Vollständige Ausstattung mit Ausmalung von Karl Bohlmann, Hannover und Buntglasfenstern von Georg Karl Rohde, Bremen. Das diesjährige Motto "Sein & Schein …" ist in der St.-Michael-Kirche besonders anschaulich: die außerordentliche künstlerische Qualität der Kirchenausmalung führt leicht zur Annahme, dass Mauerwerk, Pfeiler und Bögen aus wertvollem Naturstein bestehen. Dass dem nicht so ist, erkennen viele erst auf den zweiten Blick.
Gottesdienst mit Pastorin Frauke Löffler: 10.00 h;
Führung zum Thema "Sein & Schein" mit Susanne Korte: 12.00 h;
Führung zum Thema "Von Michael und anderen Engeln" durch Kirche u. Gemeindehaus mit Pastorin Frauke Löffler: 13.00 h;
Orgelkonzert mit Kantor Jürgen Blendermann auf der neuen alten Orgel und Eröffnung der Orgelwoche: 14.00 h
Jeweils um 11.30 h, 12.30 h und 13.30 h gibt es die Möglichkeit, den Dachboden und den Glockenturm zu erklimmen und so das "Sein" des Gebäudes zu entdecken, das sonst nicht sichtbar ist.
• Dachboden und Glockenturm nicht barrierefrei

Schloss Schönebeck (Im Dorfe 5, Schönebeck)

Schloss Schönebeck
Schloss Schönebeck

Barockes Herrenhaus des 17. Jhs., stattlicher zweigeschossiger Backstein-Fachwerkbau mit erneuerter rückwärtiger Prunkfront in Backstein mit Sandsteingliederung von 1705. Heute Museum, betrieben vom Heimat- und Museumsverein für Vegesack und Umgebung e.V.
Geöffnet: 10.30 h – 17.00 h; Führungen 11.00 h, 15.00 h;
Nicht barrierefrei

Wätjens Park (Landrat-Christians-Straße, Blumenthal)

Wätjens Park
Wätjens Park

Das Landgut Wätjen entstand 1830 für den Kaufmann und Reeder Diedrich Heinrich Wätjen; endgültige Ausformung durch den Sohn Christian Heinrich Wätjen in der 2. Hälfte des 19. Jhs. "Sein und Schein" – Wätjens Landhaus von 1864 kopiert den Stil der englischen Spätgotik (Tudorgotik) an die Weser bei Bremen und ist doch nur ein modisches Stilelement der Neugotik des Historismus. Die Gartenarchitektur verwendet passend dazu Elemente aus der englischen Landschaftsarchitektur mit dem dazugehörigen Castle und den Cottages.
Geöffnet: permanent; Parkmöglichkeit: am Sportplatz Löh, Am Forst, gegenüber Park-Haupteingang
Führung (Rainer Frankenberg): 11.00 h, Dauer ca. 90 min., Treffpunkt: Haupteingang

Bremerhaven

Deutsches Schifffahrtsmuseum, Leibniz-Institut für maritime Geschichte (Hans-Scharoun-Platz 1, Mitte)

Kogge: Foto: DSM / Niels Hollmeier; Forschungsdepot: Foto: Uwe Thormählen GmbH
Kogge: Foto: DSM / Niels Hollmeier; Forschungsdepot: Foto: Uwe Thormählen GmbH

Das Deutsche Schifffahrtsmuseum (DSM) ist eines von acht Forschungsmuseen der Leibniz-Gemeinschaft. Der Entwurf für den eigenwilligen modernen Museumsbau stammte von dem in Bremerhaven aufgewachsenen Hans Scharoun. Kogge Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).
Koggehalle und Museumsschiffe (mit Ausnahme des U-Boots) kostenlos geöffnet: 10.00 h – 18.00 h;
Das Webspecial zum Scharoun-Bau aus dem Vorjahr ist weiterhin zu sehen auf: www.dsm.museum/scharoun
Führung 1: 10.30 h, 11.30 Uhr in der Kogge-Halle Deutsches Schifffahrtsmuseum: "Die Bremer Kogge von 1380"
Adresse: Deutsches Schifffahrtsmuseum, Hans-Scharoun-Platz 1, 27568 Bremerhaven
Museum barrierefrei, Schiffe nicht barrierefrei
Führung 2: 14.30 h, 16.00 h im Forschungsdepot Deutsches Schifffahrtsmuseum: "Neuer Raum für Kulturgut"
Adresse: Forschungsdepot Deutsches Schifffahrtsmuseum, Eichstraße 13, 27572 Bremerhaven.
Für alle Führungen gilt eine begrenzte Teilnehmerzahl, Voranmeldung notwendig bis 8. September 2021 unter Tel.: 0471-48207-844, besucherservice@dsm.museum

Freier Eintritt/Pay what you want in der Kogge-Halle, auf den Museumsschiffen und im Forschungsdepot Deutsches Schifffahrtsmuseum.

Dampfeisbrecher "Wal" (Liegeplatz Neuer Hafen, beim Deutschen Auswandererhaus, Bremerhaven-Mitte)

Foto: Schiffahrts-Compagnie
Foto: Schiffahrts-Compagnie

Die Dampfeisbrecher "Wal" wurde 1938 in staatlichem Auftrag auf der Werft Oderwerke Stettin für den Einsatz auf dem Kaiser-Wilhelm-Kanal (seit 1948: Nord-Ostsee-Kanal) fertiggestellt. Sie gehört zu den letzten dampfgetriebenen Seeschiffen weltweit. Das Schiff dokumentiert den letzten Entwicklungsstand der dampfgetriebenen Eisbrecher in Deutschland und wurde als letztes dampfgetriebenes Schiff des Bundes 1990 außer Dienst gestellt.
Open Ship mit Führungen, Crew-Mitglieder stehen für Informationen zur Verfügung: 11.00 h – 17.00 h;
Gastronomieangebot in der Messe, bei gutem Wetter auf dem Bootsdeck;
Nicht barrierefrei
Bitte beachten: Der Zutritt mit einer FFP2- oder einer medizinischen Maske ist für alle Besucher:innen verpflichtend. Außerdem gilt aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte beim Besuch des Schiffes die 3G-Regel. Daher muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt werden.

Dampfer Welle (Neuer Hafen, Liegeplatz E2, beim Deutschen Auswandererhaus, Bremerhaven-Mitte)

Dampfer Welle
Dampfer Welle

Letztes erhaltenes Dienstschiff der Weserkorrektion, Stapellauf 1915 als Bereisungs- und Schleppdampfer. Als entstelltes Gastronomie-Schiff 1994 an der Bremer Schlachte gesunken. Die zwei Dreifach-Expansions-Dampfmaschinen repräsentierten damals modernsten Schiffsantriebs-Standard. Förderprojekt der DSD.
Open Ship: 11.00 h - 17.00 h; Vereinsmitglieder führen nach Bedarf durch das Schiff und erklären die Dampfmaschine im Maschinenraum.
Nicht barrierefrei

Bitte beachten: Der Zutritt mit einer FFP2- oder einer medizinischen Maske ist für alle Besucher:innen verpflichtend. Außerdem gilt aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte beim Besuch des Schiffes die 3G-Regel. Daher muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt werden.

"Schulschiff Deutschland" (Liegeplatz Neuer Hafen, beim Deutschen Auswandererhaus, Bremerhaven-Mitte)

Schulschiff Deutschland
Schulschiff Deutschland

Die "Schulschiff Deutschland" ist das letzte der für den Deutschen Schulschiff-Verein (DSV) erbauten Segelschulschiffe und lief 1927 bei der Tecklenborg-Werft vom Stapel. Der 1900 in Berlin gegründete DSV förderte die Ausbildung des seemännischen Nachwuchses der deutschen Handelsmarine an Bord von Segelschiffen. Der Dreimaster ist das letzte deutsche Vollschiff unter deutscher Flagge. 2014/15 erfolgte eine umfangreiche Instandsetzung.
Ab dem 26. August 2021 hat die "Schulschiff Deutschland" im Neuen Hafen in Bremerhaven ihren neuen Liegeplatz.
Open Ship: 10.00 h – 18.00 h,
Führungen nach Bedarf: 11.00 h – 16.00 h
Nicht barrierefrei

Bitte beachten: Der Zutritt mit einer FFP2- oder einer medizinischen Maske ist für alle Besucher:innen verpflichtend. Außerdem gilt aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte beim Besuch des Schiffes die 3G-Regel. Daher muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt werden.

Seitentrawler „Gera“ (Liegeplatz am Schaufenster Fischereihafen, Fischkai, Geestemünde)

FMS Gera
FMS Gera

Die "Gera", 1959 in Wolgast vom Stapel gelaufen und vom Fischkombinat Rostock betrieben, ist der letzte deutsche Seitentrawler, Ausrüstung komplett erhalten. Schwimmendes Hochseefischereimuseum. Schiffe dieses Typs prägten früher den Betrieb im Fischereihafen. Außenstelle des Historischen Museums Bremerhaven.
Open Ship: 11.00 h – 18.00 h; Erläuterungen durch einen ehemaligen Fischdampferkapitän auf dem Fangdeck: 14.00 h – 17. 30 h
Nicht barrierefrei

Bitte beachten: Der Zutritt mit einer FFP2- oder einer medizinischen Maske ist für alle Besucher:innen verpflichtend. Außerdem gilt aufgrund der aktuellen Inzidenzwerte beim Besuch des Schiffes die 3G-Regel. Daher muss ein Nachweis über eine vollständige Impfung, Genesung oder einen aktuellen Corona-Test (nicht älter als 24 Stunden) vorgelegt werden.

Rundgang "Fischereihafen", Start: Friedrich-Albert-Pust-Platz

Häfen II, Fischereihafen: Foto: Stadtarchiv Bremerhaven

1896 – vor 125 Jahren – eröffnete der Fischereihafen I in Geestemünde. Schnell vollzog er eine Entwicklung zum bedeutendsten Fischereihafen des europäischen Kontinents mit allen notwendigen Infrastrukturen vom Seemannsheim über Packhallen, einem Fischversandbahnhof bis zu Eiswerken und vielen Fischdampfern. Da wo einst reger Fischversandhandel betrieben wurde, sind heute Restaurants, Kultur- und Forschungseinrichtungen zu finden. Der Rundgang zeigt markante
Gebäude im Fischereihafen u.a. das Seemannsheim, Fischversandbahnhof, Halle V/VI und endet am Seitentrawler "Gera".
Historische Fotos erinnern dabei an heute nicht mehr vorhandene Betriebe, wie z.B. an die Sieghold-Werft.
Führung (Dr. Julia Kahleyß, Stadtarchiv Bremerhaven, Olaf Mahnken, Denkmalschutz Bremerhaven, Dr. Dirk J. Peters, Technikhistoriker und Industriearchäologe): 15.00 h, Start: Friedrich-Albert-Pust-Platz, ca. 90 Min.

Dionysius-Kirche Wulsdorf, ev.-luth. (Bremer Straße/Am Jedutenberg, Wulsdorf)

Freistehender Glockenturm der Dionysius-Kirche
Freistehender Glockenturm der Dionysius-Kirche

Die romanische Kirche in Wulsdorf ist eine der ältesten Kirchen im Lande Bremen, sie fand 1113 erstmals Erwähnung. Es handelt sich um eine einschiffige Feldsteinkirche mit quadratischem Westturm. Im 13. Jh. kam es zur Erhöhung der Umfassungsmauern und Einwölbung. Im Inneren wurde sie 1928 vollständig erneuert, nach dem Krieg wurden Dach und Chor neu errichtet. Ein besonderes Merkmal ist ihr freistehender Glockenturm, der im 15. Jh. aus Backstein mit vier Pfeilern und drei Glockenöffnungen errichtet wurde. Archäologische Grabungen förderten 2002/03 nicht nur Erkenntnisse über die Vorgängerbauten und die frühere Kirchenausstattung zutage, sondern auch den Wulsdorfer Silberschatz, der sich heute im Focke-Museum befindet.
Geöffnet: 13.00 h – 17.00 h

Thieles Garten (Mecklenburger Weg 100, Leherheide)

Venusbrunnen in Thieles Garten
Venusbrunnen in Thieles Garten

Aus einem Stück Land schufen die Brüder Georg und Gustav Thiele ab 1925 einen romantischen Garten. Das Gartendenkmal mit seinen exotischen Pflanzen, Brunnen und naturalistische Skulpturen wirkt verwunschen und wie aus der Zeit gerückt. Für die scheinbar echten Bronzeskulpturen wurde Zement verwendet, der auf ein Drahtgeflecht des inneren Stützwerks für die Ausformung der einzelnen Körperpartien aufgelegt wurde. Der Anstrich der Kunststeinfiguren aus Firnis und Pottasche verleiht ihnen das Aussehen von Bronze.
Regulär geöffnet: 10.00 h bis Einbruch der Dunkelheit; Führungen (Brigitte Grahn): 11.00 h, 15.00 h, Dauer: ca. 90 Min., Treff: am Parkeingang
Verkaufsstand mit Erfrischungen, am Nachmittag Kaffee und Kuchen