Denkmalpflege fordert starke Fachämter und Anerkennung als Zukunftsaufgabe: 420 Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger verabschieden Leipziger Erklärung
Mit der Verabschiedung der Leipziger Erklärung "MehrWert Denkmalpflege: MehrWert für die Zukunft!" haben mehr als 420 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der bundesweiten Jahrestagung der Vereinigung der Denkmalfachämter in den Ländern (VDL) in Leipzig ein deutliches Signal an Politik und Gesellschaft gesendet.
Expertinnen und Experten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Polen diskutierten vom 8. bis 10. Juni unter dem Motto "Umbrüche. Transformationen in Stadt und Land. Herausforderungen für die Denkmalpflege" über die Zukunft des baukulturellen Erbes.
In ihrer Erklärung bekennen sich die Denkmalfachämter der Länder ausdrücklich zu einer wissenschaftlich fundierten und gesellschaftlich verantwortlichen Denkmalpflege.
Zugleich begrüßen sie die Modernisierung der Verwaltung, warnen aber davor, Denkmalpflege und Denkmalschutz im Zuge von Verwaltungsreformen, Strukturveränderungen und Gesetzesnovellierungen in ihrer Fachlichkeit ohne Not zu schwächen. "Denkmalpflege und Denkmalschutz sind unverzichtbare Zukunftsaufgaben", heißt es in der Leipziger Erklärung. Bau- und Kulturdenkmale seien weit mehr als Zeugnisse vergangener Zeiten: "Sie sicheren Identitäten, stärken gesellschaftlichen Zusammenhalt, schaffen Lebensqualität und leisteten einen konkreten Beitrag zu Nachhaltigkeit und Baukultur."
Die Leipziger Erklärung (pdf, 68.5 KB) fordert daher die politischen Entscheidungsträger auf,
Fotos 1: Der Vorsitzende der VDL, Prof. Dr. Thomas Drachenberg überreicht Ministerin Regina Kraushaar, sächsische Ministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung auf Schloss Hubertusburg die Leipziger Erklärung. Foto: Jennifer Verhoeven, LfDH, 9.6.2026;
Foto 2: Die Amtsleitungskonferenz der VDL vor der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.
Foto: Thomas Noack, LfD Sachsen, 8.6.2026;