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Denkmalpflege in Bremen, Band 17

Reformarchitektur

Band 17, jpg, 10.1 KB
Band 17

Bremens Denkmalpfleger präsentieren mit ihrer Schriftenreihe "Denkmalpflege in Bremen" mittlerweile den 17. Band. Dieses Mal steht die Reformarchitektur (1900-1914) im Mittelpunkt des zahlreich bebilderten 136-seitigen Bandes. Ein Band, der nicht nur einen Einblick in die Arbeit des Landesamtes für Denkmalpflege, sondern auch in die Architekturgeschichte Bremens gewährt.

Gleich zu Beginn beschreibt Georg Skalecki in seinem Aufsatz "Reformzeit – Eine Einführung" den Weg hin zur Reformbewegung Anfang des 20 Jahrhunderts in der Architektur und zieht interessante Parallelen zur Gegenwart.

Sabine Jacobs und Uwe Schwartz nehmen in ihrem Beitrag die Bremer Zeit des Architekten Emil Högg unter die Lupe. Sie begegnen dabei einem Menschen voller Tatendrang, der sich als Leiter des Gewerbemuseums und Vorsitzender des Vereins für Niedersächsisches Volkstum mit großem Eifer für die Reformbewegung einsetzte. Als emsiger Vertreter der Heimatschutzbewegung gelang es ihm, dass der Senat 1909 das erste Bremer Denkmalschutzgesetz verabschiedete.

Mit Rolf Kirsch begeben sich die Leser*innen auf eine kleine Stadtbesichtigungstour. Anhand kurzer Beschreibungen und aussagekräftiger Fotos werden ihnen bekannte Bauwerke, die in der Zeit vor dem I. Weltkrieg in Bremen und Bremerhaven entstanden, vorgestellt, darunter das Stadttheater Bremerhaven oder das Ensemble Rembertistraße.

Wer sich jemals gefragt hat, auf welchen Architekten das Rathscafe am Markt oder das Postamt 5 am Hauptbahnhof zurückgehen, der findet bei Marianne Ricci Antwort. Die Autorin geht der Frage nach, wer der Architekt Heinrich Rudolf Jacobs war, der es wie kein anderer verstand "bremisch" zu bauen.

Ein weiterer Architekt, der es zu großem Ansehen in Bremen brachte, war Werner Heyberger. Er schuf den im Testament des Stifters Johann Heinrich Egestorff bezeichneten "Ruhesitz für würdige alte Männer und Frauen" in Bremen Osterholz. Achim Todenhöfer zeichnet in seinem Beitrag das Leben des Stifters nach und geht sehr detailliert auf die Bauplanung des Altenheimes der Egestorff-Stiftung ein.

Über aktuelle Sanierungsmaßnahmen berichten Marianne Ricci, Ottmar Struwe und Achim Todenhöfer. Abschließend stellen Rolf Kirsch und Uwe Schwartz neue Unterschutzstellungen vor.

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Herausgeber
Das Landesamt für Denkmalpflege ist die zentrale Fachbehörde für alle Fragen zu Denkmalschutz und -pflege im Land Bremen. Die gesetzlichen Hauptaufgaben sind die Unterschutzstellung, die Erforschung und die Pflege der Kulturdenkmäler in Bremen. Prof. Dr. Georg Skalecki, Kunst- und Architekturhistoriker sowie Denkmalpfleger, leitet das Amt.

Georg Skalecki (Hg.)
Denkmalpflege in Bremen
Band 17: Reformarchitektur
136 S., 138 Abbildungen
Softcover
Euro 8.90
ISBN 978-3-8378-1056-1