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Denkmalpflege in Bremen, Band 15

Renaissance

Band 15

In ihrer 15. Ausgabe befassen sich die Bremer Denkmalpfleger mit der Renaissance.
Mit dem bedeutendsten unter den noch erhaltenen Bauwerken der Renaissance, dem Welterbe Rathaus, beschäftigt sich Georg Skalecki. Er fokussiert die Sanierung des Rathausdaches 2015/2016 und die dabei gewonnenen Erkenntnisse über die Baugeschichte und Abfolge der Umbauten im 17. Jahrhundert.

Bereits das Titelbild, ein Detail der ältesten bemalten Renaissance-Bohlen-Balkendecke von 1580, macht
neugierig auf den 15. Band. Diese besondere Holzdecke befindet sich noch an ihrer originären Stelle im Haus
Heineken und Rolf Kirsch erklärt in seinem Beitrag nicht nur, warum es sich dabei um ein "verborgenes Schmuckstück" handelt, sondern erläutert auch detailliert das allegorische Bildprogramm der Decke.

In einem weiteren Beitrag beschreibt Rolf Kirsch als "das letzte seiner Art" das Kaufmanns-Dielenhaus in der Langenstraße in Bremen. Es handelt sich dabei um ein typisches bremisches Kaufmannshaus um 1600, das über mehrgeschossige Giebelbauten, eine über zwei Geschosse verlaufende Diele in der Hausmitte verfügt und einst zugleich Wohn-, Kontor- und Lagerhaus war.

Einstige Bremer Bauwerke der Frührenaissance, Hochrenaissance und Spätrenaissance – Uwe Schwartz bringt sie in seinem Beitrag in Erinnerung. Anhand alter Fotografien und Zeichnungen berichtet er über die glanzvollen Leistungen jener Epochen, wie das Schellhaßsche Haus, das Kornhaus oder das sogenannte Essighaus.

Marianne Ricci stellt in ihrem Beitrag Spolien vor, die in der Bremer Innenstadt an verschiedenen Bauwerken zur Wiederverwendung gekommen sind. Dabei weist Ricci auf die Herkunft der Architektur- und Bauschmuckfragmente hin und erklärt nach welchen Kriterien sie an anderer Stelle eingesetzt wurden.

Achim Todenhöfer schildert den beschwerlichen Wiederaufbau der kriegszerstörten Renaissancegebäude, wie Schütting, Stadtwaage und Gewerbehaus nach 1945 in Bremen.

Über aktuelle Sanierungsmaßnahmen berichten Ottmar Struwe und Achim Todenhöfer.

Zu guter Letzt präsentieren Rolf Kirsch und Uwe Schwartz neue Unterschutzstellungen.

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Herausgeber
Prof. Dr. Georg Skalecki, Kunst- und Architekturhistoriker sowie langjähriger Denkmalpfleger und Mitglied des Fachbeirats für neue UNESCO-Welterbeanträge, leitet das Landesamt für Denkmalpflege, die zentrale Fachbehörde für alle Fragen zu Denkmalschutz und Denkmalpflege im Land Bremen. Die gesetzlichen Hauptaufgaben sind die Unterschutzstellung, die Erforschung und die Pflege der Kulturdenkmäler in Bremen.

Georg Skalecki (Hg.)
»Denkmalpflege in Bremen«
Schriftenreihe des Landesamtes für Denkmalpflege Bremen, Band 15
124 S., 125. Abb.,
16,5 x 23,5 cm, broschiert.
ISBN 978-3-8378-1048-6
5.90 €