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MACHT UND PRACHT

Eröffnung des Tags des offenen Denkmals im Haus Schütting

Nadine Quiroz und Norma Ramirez von der HfK sorgten für den musikalischen Rahmen
Nadine Quiroz und Norma Ramirez von der HfK sorgten für den musikalischen Rahmen

Am Sonntag, den 10. September 2017, fand wieder bundesweit der jährlich stattfindende Tag des offenen Denkmals statt. Bei schönem Wetter waren viele Tausend Besucherinnen und Besucher, wie schon in den vergangenen Jahren, in Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven unterwegs, um rund 60 geöffnete Denkmale zu besichtigen und an Führungen teilzunehmen.

Das Motto lautete in diesem Jahr: "Macht und Pracht". Passend zum Motto fand die zentrale Eröffnungsveranstaltung in Bremen im Haus Schütting statt. Dort begrüßten der Präses der Handelskammer Bremen – IHK für Bremen und Bremerhaven, Harald Emigholz, Bürgermeister Dr. Carsten Sieling, Präsident des Senats und Senator für Kultur, sowie der Landeskonservator, Prof. Dr. Georg Skalecki, die zahlreich erschienenen Besucherinnen und Besucher.

In seiner Rede sagte Skalecki, dass er über die Wahl des deutschlandweiten Themas, dessen Festlegung durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz in Bonn erfolgt, "Macht und Pracht" zunächst nicht so glücklich war. Schnell könnte bei solch einem Thema das Vorurteil bestätigt werden, gegen das die fachliche Denkmalpflege der Landesdenkmalämter in der Bundesrepublik Deutschland immer wieder ankämpft, nämlich dass Denkmalpflege sich besonders um prächtige, reichgeschmückte kunstvolle Bauten und hauptsächlich um die großen Zeugnisse der Macht wie beispielsweise Burgen, Schlösser, Rathäuser und ähnliches kümmert. Dies sei natürlich falsch. Die Denkmalpflege wolle alle Bereiche der Vergangenheit dokumentieren, wenn auch jeweils nur mit exemplarischen Vertretern. "Zu dem, was wir als Erinnerungsstücke authentisch für spätere Generationen bewahren müssen, gehört das gesamte Spektrum unserer Geschichte", sagte Skalecki.

Am Ende seiner Rede dankte der Landeskonservator allen Helfern und Mitorganisatoren des Tags des offenen Denkmals, so unter anderem dem Ortskuratorium der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Sein Dank galt auch allen in verschiedenen Denkmälern musizierenden Studierenden der Hochschule für Künste (HfK).