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Schütting

OBJ-Dok-nr.: 00000072





Stadt:
Bremen
Bezirk:
Mitte
Stadtteil:
Mitte
Ortsteil:
Altstadt
Straße:
Am Markt 13
Hinter dem Schütting & Stintbrücke & Schüttingstraße
Denkmaltyp:
Gildehaus & Kosthaus & Gericht & Handelskammer
Eintragung:
1973
Listentext:
Am Markt 13, Schütting, 1537-1538 von Meister Johann dem Buschener, Ostgiebel, 1565 von Karsten Husmann, Zwerchgiebel, 1594 von Lüder von Bentheim, Umbau, 1818, Überformung, 1895-1899 von Max Salzmann und Ernst Ehrhardt, Erweiterung, 1913-1915 von Eeg & Runge, Wiederaufbau, 1947-1955 (1973) (siehe Gesamtanlage Am Markt 1-21)
Hinter dem Schütting
Schüttingstraße
Stintbrücke
Kurzbeschreibung:
Der Schütting wurde 1536/38 im Auftrag der Bremer Älterleute von dem flämischen Baumeister Johann dem Buschener aus Antwerpen erbaut. Als Sitz der Kaufmannschaft ist er städtebaulich dem Rathaus gegenübergestellt. Von diesem Kernbau ist der Westgiebel erhalten, ein Treppengiebel spätgotischer Prägung. Die sieben über Eck gestellten Pfeiler zieren Löwen, der oberste trägt die Figur eines Kriegers.
Der Ostgiebel wurde erst ab 1565 von dem Bremer Karsten Husmann errichtet. Er zeigt bereits die Formen der Frührenaissance und ist durch Pilaster, Gesimse und Friese gegliedert. In Rundbogenflächen über den Fenstern stehen Porträtmedaillons. Die Stufen des Giebels sind mit Rollwerk ausgefüllt.
Im Jahre 1594 wurde auch die Front zum Markt umgestaltet, diese Arbeit hat Lüder von Bentheim ausgeführt. Aus dieser Zeit stammen die Balustrade über dem Hauptgesims und der reich gegliederte Zwerchgiebel mit der Darstellung einer Hansekogge.
Im 19. Jahrhundert verlegte man 1818 zuerst den anfangs seitlichen Markteingang von der zweiten Achse links auf die Gebäudemitte. 1895-1899 entstand dann die heute noch bestehende Marktfront, geschaffen von Dombaumeister Max Salzmann. Nach dessen Tode wurden die Arbeiten von Ernst Ehrhardt zum Abschluss gebracht. Im Zuge dieser Arbeiten entstand auch das Prunkportal zum Marktplatz.
Im 2.Weltkrieg ist der Schütting erheblich beschädigt worden und in den oberen Geschossen ausgebrannt. Bei seiner Wiederherstellung erhielt er das früher vorhanden gewesene Kupferdach nicht wieder, sondern wurde mit Sollingplatten eingedeckt. Der Zwerchgiebel mit der Kogge ist eine genaue Nachahmung des alten zerstörten Giebels.
Der Schütting, heute der Sitz der Industrie- und Handelskammer, ist im Innern zu verschiedenen Malen, den verschiedensten Zwecken entsprechend, umgebaut und 1913-1915 nach Süden durch die Architekten Eeg & Runge erweitert worden. Zwar wurden diese Raumfassungen im Kriege alle zerstört. Dennoch wirkt die Eingangshalle mit dem Treppenhaus noch immer imposant. Die im Stil der Zeit neu eingerichteten Säle dienen repräsentativen Zwecken.
Epoche:
Renaissance & Historismus
Stil:
Renaissance & Historismus
Art Dat.:
Herstellung
 Num.-Dat.:
1537-1538
Art Dat.:
Umbau
 Num.-Dat.:
1565 & 1594 & 1818 & 1896
Art Dat.:
Erweiterung
 Num.-Dat.:
1913-1915
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Buschener, Johann dem
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Husmann, Karsten
 Geltungsdauer:
1565
 Kommentar:
Ostgiebel
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Bentheim, Lüder von
 Geltungsdauer:
1594
 Kommentar:
Zwerchgiebel
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Salzmann, Max & Ehrhardt, Ernst
 Rank:
Dombaumeister & Baurat
 Geltungsdauer:
1896
Objekt @ Künstler:
Ausführung
 Architekt/Künstler:
Lauer, Rudolf
 Funktion:
Bildhauer
 Geltungsdauer:
1896
 Kommentar:
modellierte das neue Schüttingportal
Objekt @ Künstler:
Entwurf
 Architekt/Künstler:
Eeg, Carl & Runge, Eduard
 Funktion:
Architektengemeinschaft
 Geltungsdauer:
1913-1915
Lit.-Kurztitel:
Storck, A.: Ansichten der Freien Hansestadt Bremen und ihrer Umgebungen, Frankfurt am Main 1822 (Faksimile 1977)
 Stelle:
195-196
Lit.-Kurztitel:
Kohl: Episoden aus der Cultur- und Kunstgeschichte Bremens, Bremen 1870 (Reprint 1991)
 Stelle:
98-103
Lit.-Kurztitel:
Schumacher, H.A.: Zur Geschichte des Schüttings =
Bremisches Jahrbuch 5 (1870)
 Stelle:
192-214
Lit.-Kurztitel:
Böttcher, Emil: Bauten und Denkmale des Staatsgebiets der freien und Hansestadt Bremen, Bremen 1887
 Stelle:
14
Lit.-Kurztitel:
Wagner, Hugo: Der Schütting =
Bremen und seine Bauten 1900, 1900
 Stelle:
159-163
Lit.-Kurztitel:
Niedersachsen (1898/99) 10
 Stelle:
159
Lit.-Kurztitel:
Ehrhardt, E.: Die Wiederherstellung des Schüttings in Bremen =
Die Denkmalpflege (1900)
 Stelle:
9-11
Lit.-Kurztitel:
Högg, E.: Der Erweiterungsbau des Bremer Schütting =
Der Baumeister 14 (1916) 11
 Stelle:
81-88, Taf. 94-96
Lit.-Kurztitel:
Enthold, Hermann: Der Schütting. Das Haus der bremischen Kaufmannschaft, Bremen 1931
 Stelle:
..
Lit.-Kurztitel:
Stein, Rudolf: Der Schütting =
Stein, Rudolf: Romanische, Gotische und Renaissance-Baukunst in Bremen, 1962
 Stelle:
487-502, Abb. 437-447
Lit.-Kurztitel:
Stein, Rudolf: Klassizismus und Romantik in der Baukunst Bremens I, 1964
 Stelle:
186-187
Lit.-Kurztitel:
Hahn, Peter: 450 Jahre Haus Schütting, Sitz der Handelskammer Bremen. Die Baugeschichte, Bremen 1988
 Stelle:
Rezension in: Bremisches Jahrbuch 69 (1990)
Lit.-Kurztitel:
Architektur in Bremen und Bremerhaven, 1988
 Stelle:
Nr. 1.3
Lit.-Kurztitel:
Dehio Bremen/Niedersachsen 1992
 Stelle:
34-35
Lit.-Kurztitel:
Niehoff, Lydia: Der Schütting - Haus der Handelskammer Bremen =
Bremer Häuser erzählen Geschichte, Bd. 2, 2001
 Stelle:
18-29
Lit.-Kurztitel:
Skalecki, Georg: Restauration Schütting =
Club Magazin 16 (2009)
 Stelle:
28-32
Lit.-Kurztitel:
Roller, Christian Nikolaus: Versuch einer Geschichte der kaiserlichen und reichsfreyen Stadt Bremen, Bremen 1799
 Stelle:
215-217
Rechteinformation:
Copyright by Landesamt für Denkmalpflege Bremen