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Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 11. September 2011

ehem. Kaiserliche Oberpostdirektion
ehem. Kaiserliche Oberpostdirektion

Zum 19. Mal findet deutschlandweit der Tag des offenen Denkmals statt.

Bei freiem Eintritt werden wieder zahlreiche Denkmäler in Bremen, Bremen-Nord und Bremerhaven geöffnet sein.

Der diesjährige Tag des offenen Denkmals seht unter dem Motto:

"Romantik, Realismus, Revolution –
Das 19. Jahrhundert"

Das 19. Jahrhundert hat auch Bremen stark geprägt. Politisch konnte zu Beginn des Jahrhunderts die napoleonische Herrschaft überwunden werden. Das liberale und freiheitliche Gedankengut blieb aber in Bremen und Deutschland haften, was später unter anderem zu den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen führte. Wirtschaftlich wurde das Jahrhundert von der Industrialisierung beherrscht. Man kam vom Segel- zum Dampfschiff, vom Pferdefuhrwerk zur Eisenbahn und schließlich zum Auto. Bremen gelangte zur Welthandelsstadt.

Die Reichsgründung 1871 verlieh der politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung einen weiteren Schub. Nicht zuletzt wurden dadurch auch die Architektur und die bildenden Künste beeinflusst. Zahlreiche Bauten aus der "Wilhelminischen Zeit" als Repräsentationsbauten des Kaiserreiches sind am Tag des offenen Denkmals zu besichtigen.

Ein schönes Zeugnis der Kaiserzeit ist das ehemalige Postamt 1, das als Kaiserliche Oberpostdirektion 1875-78 erbaut wurde und heute von der katholischen St. Johannis Schule genutzt wird.

Eröffnen wird Staatsrätin Carmen Emigholz den Tag des offenen Denkmals im Willehad-Saal, im ehemaligen Postamt 1, Domsheide 15 in 28195 Bremen am Sonntag, dem 11. September 2011 um 11.00 Uhr.
Propst Dr. Martin Schomaker und Landeskonservator Prof. Dr. Georg Skalecki werden begrüßen und einleitende Worte sprechen.
Musikalisch wird die Eröffnung von dem Naturhorntrio Rotenburg begleitet.
Im Anschluss an die Eröffnung werden Führungen durch den prunkvollen Kaisersaal angeboten.

Die Architektur des Übersee-Museums und seine frühe Sammlungsgeschichte sind ein Beispiel für das Museumswesen und die Gesellschaft der Kaiserzeit. Es werden Vorträge über die Architekturgeschichte des Museums und über den Künstler Arthur Fitger gehalten.

Ebenfalls ein Kind des 19. Jahrhunderts ist die 1849 errichtete Bremer Kunsthalle, in der Dr. Andreas Kreul zur Führung: "Die Kunsthalle Bremen 1849-2011" einlädt.

Auch in Bremen-Nord schaut man an diesem Tag zurück ins 19. Jahrhundert: In der Weserstraße, wo sich Kapitänshäuser, die Villa Fritze, die Villa Bischof und die ehemalige Bäckerei Harbers/Schnatmeyer fast schon aneinanderreihen, werden verschiedene Führungen und Hausführungen angeboten.

In Bremerhaven begibt sich Kurt Georg Hesse, Förderverein Maritimer Denkmalschutz, bei seinem hafengeschichtlichen Rundgang "Auf Spurensuche" ins 19. Jahrhundert. Ein besonderer Leckerbissen ist auch der "Rundgang Parktor und Parkgastronomie Speckenbüttel", den Klaus Zisensis anbietet.

Darüber hinaus öffnen viele weitere Denkmäler, die keinen konkreten Themenbezug haben, aber immer einen Besuch wert sind.

Programm
BREMEN
BREMEN-NORD
BREMERHAVEN
Programm-Flyer zum Download (pdf, 6.1 MB)

Bremen

Kaisersaal im ehem. Postamt 1
Kaisersaal

Ehem. Postamt 1 (Domsheide 15, Altstadt)
1875-78 nach Entwürfen von Karl Schwatlo, Berlin als Kaiserliche Oberpostdirektion errichtet, beherbergt der Bau seit 2006 die Sekundarstufe II der kath. St.-Johannis-Schule. Prunkvoller "Kaisersaal" mit Ausmalung von A. Fitger.
Führungen durch den Kaisersaal (Wilhelm Tacke): Im Anschluss an die Eröffnung im Willehad-Saal um 12.00 h und um 15.00 h, Treffpunkt: Treppenaufgang zum Postamt 1, Domsheide

Landherrnamt
Landherrnamt

Landherrnamt (Dechanatstr. 1, Altstadt)
1856-57 nach Entwürfen von Baudirektor Alexander Schröder in einem mit gotisierenden Elementen malerisch angereicherten Rundbogenstil errichtet als Dienstsitz der für die Verwaltung der bremischen Landgemeinden zuständigen Verwaltung. 1979-80 im Auftrag der katholischen Kirche für Schulzwecke umgebaut. Nach soeben abgeschlossener Renovierung bietet sich vor Wiederaufnahme des Schulbetriebs die Möglichkeit einer Besichtigung.
Führungen (Wilhelm Tacke) durch das Landherrnamt erfolgen im Anschluss an die Führung durch den Kaisersaal im ehemaligen Postamt 1, Domsheide.

Festsaal im Rathaus Bremen
Festsaal im Rathaus

Rathaus (Am Markt 21, Altstadt)
Das Alte Rathaus, UNESCO-Welterbe seit 2004, ist ein gestreckter gotischer Rechteckbau von 1405-1409 mit zwei übereinander liegenden ungeteilten Hallen und einer 1608-14 entstandenen neuen Prunkfront zum Markt. Ergänzungsbau (1909-13) von G. v. Seidl. Geöffnet: 11.00 h – 16.00 h; Führungen (ständig) durch alle Repräsentationsräume des Alten und Neuen Rathauses, Achtung: Beginn der letzten Führung: 16.00 h

Roland am Marktplatz
Roland am Marktplatz

Treffpunkt Roland: Denkmalführung durch die Altstadt
Der 1404 geschaffene Roland ist das bekannteste Bremer Denkmal. Es ergibt also Sinn, hier mit einer Denkmalführung zu beginnen.
Führung von Katharina Rosen durch die Altstadt unter dem Titel: "Guck mal, ein Denkmal...!": 12.00 h, 14.00 h und 16.00 h; Treffpunkt am Roland

Altes Gerichtshaus
Altes Gerichtshaus

Altes Gerichtshaus (Domsheide 16, Altstadt)
Erbaut 1891-1895 nach Entwürfen von Klingenberg & Weber, Oldenburg. Wuchtiger historisierender Bau mit schlossartigem Charakter. Über dem Eingang zwei Kaiser und vier Bürgermeister sowie die 10 Gebote.
Führung (Norbert Larisch): "Von Löwen und Drachen, von Tugenden und Lastern – Ein Rundgang um das Gerichtsgebäude": 12.00 h. Treffpunkt auf den Eingangstreppen an der Domsheide. Keine Binnenbesichtigung möglich!

Baumwollbörse © Alena Zeman
Baumwollbörse, Foto: Alena Zeman

Baumwollbörse, Wachtstraße 17-24, Altstadt
Bis heute ist Bremen einer der wichtigsten Handelsplätze für Baumwolle. Die Baumwollbörse wurde 1872 von Bremer Baumwollkaufleuten und – Maklern gegründet. Ihr Kontorhaus errichtete J.G. Poppe 1900-1902.
Führungen 11.00 h, 12.00 h, 13.00 h, 14.00 h, Gruppe max. 25 Pers., kostenlose Eintrittskarten an der Rezeption der Baumwollbörse in der Woche vor dem Denkmaltag, 5.-9.9.2011, 14.00 h – 17.00 h

St. Petri Dom  - Innenansicht
St. Petri Dom

St.-Petri-Dom, ev., und Dommuseum (Am Dom 1, Altstadt)
Erster Bremer Dom 789 durch Bischof Willehad geweiht; heutiger Bau im Kern hauptsächlich auf das 11. und 12. Jh. zurückgehend, historisierende Zweiturmfront von 1888-1901, historistische Ausmalung von H. Schaper, Hannover.
Geöffnet: 10.00 h – 18.00 h; Gottesdienst (Domprediger Christian Gotzen): 10.00 h; Führungen (Domführungs-Team): 11.30 h, 12.30 h, 14.30 h, 16.30 h; Orgelführungen: 13.30 h u. 15.30 h, Orgelmusik: 17.30 h (Domkantor Dr. Tobias Gravenhorst, Domorganist Prof. W. Baumgratz)

Unser Lieben Frauen - Foto: Alena Zeman
Unser Lieben Frauen - Foto: Alena Zeman

Unser Lieben Frauen, ev. (Unser Lieben Frauen Kirchhof 27, Altstadt)
Älteste Pfarrkirche Bremens (11. Jh.), ab 1230 als Hallenkirche neu erbaut. Darunter die sog. Veits-Krypta, Fragment eines nicht exakt identifizierbaren Baus der Zeit vor dem Bau der Hallenkirche.
Geöffnet: 12.30 h – 17.30 h; Gottesdienst: 10.30 h;
Führung (Frau Klingenberg-Weigel): 15.00 h

MS
MS "Friedrich"

Hafenrundfahrtboot MS "Friedrich" (Schlachte, Anleger 4, Altstadt)
1879/80 in Hamburg als Arbeitsfähre erbaut, 1918 in gleicher Funktion nach Bremen gelangt. 1925 um ein Oberdeck ergänzt, ging es als "Grosse Hafenrundfahrt Friedrich" auf Tour. Nach Außerdienststellung (1963) durch einen Förderverein erworben und bis 1998 renoviert.
Historische Hafenrundfahrt durch die Hafenanlagen des 19. Jahrhunderts, Erläuterungen von Klaus Schalipp (MS Friedrich) und Uwe Schwartz (Landesamt für Denkmalpflege), Abfahrt Schlachte, Anleger 4: 14.00 h, Rückkehr 17.00 h. Kostenbeitrag 12 €; Anmeldung erforderlich, an Bord oder telefonisch unter 0421-3347143, jeweils Mi. u. Do. 10.00 h – 14.00 h

Übersee-Museum
Übersee-Museum

Übersee-Museum, (Bahnhofsplatz 13, Mitte)
1891-96 wurde für das neugeschaffene Museum für Natur-, Völker- und Handelskunde ein repräsentatives Gebäude errichtet. Erweiterungsbau von 1907-11. Die Architektur des Hauses und seine frühe Sammlungsgeschichte sind charakteristisch für Museumswesen und Gesellschaft der Kaiserzeit.
Vortrags-Programm:
11.00 h: Prof. Dr. Hartmut Stechow: "Zur Architektur des Übersee-Museums – Material, Dekoration, Licht",13.00 h: Dr. Peter-René Becker: "Das Diorama zwischen Romantik und Realismus", 15.00 h: Dr. Hartmut Roder: "Arthur Fitger – Architekt, Maler, Designer", 17.00 h: Dr. Andreas Lüderwaldt: "Die Geschichte des zweiten Lichthofs"

Haus des Reichs, Ostturm
Haus des Reichs

"Haus des Reichs" (Rudolf-Hilferding-Platz 1, Mitte)
Ehem. Verwaltungsbau der "Nordwolle", errichtet 1928-30 nach Plänen von H. und E. Gildemeister, seit der "Nordwolle"-Pleite als sog. "Haus des Reichs" in staatlichem Besitz, Sitz der Finanzbehörden.
Geöffnet (Eingangszone):
11.00 h - 18.00 h; neues Dachrestaurant geöffnet: 12.00 h - 15.00 h. Führungen (Gundula Rentrop): 11.00 h, 12.00 h (barrierefrei), 13.30 h (barrierefrei), 16.00 h, Treffpunkt: Haupteingang, Rudolf-Hilferding-Platz 1. - Angebote: Rallye für Kinder, Imbiss und Getränke im Dachrestaurant, Dachgarten mit Spielwiese.

Bremer Haus
Bremer Haus

Bremer Haus, Ostertor
Von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts schufen Bremer Bauunternehmer das "Bremer Haus", ein Reihenhaus speziellen Typs. Durch das Bremer Haus wurden die Mietskasernen anderer Großstädte lange Zeit vermieden.
Führung "Das Bremer Haus im 19. Jahrhundert" (Axel Vos, Landesamt für Denkmalpflege): 13.00 h, Treffpunkt: Theater am Goetheplatz. Auf der Route durchs "Viertel" werden die verschiedenen Typen des "Bremer Hauses" erklärt. Dauer der Führung: 2 - 2 1/2 Std.

Kunsthalle Bremen
Kunsthalle Bremen

Kunsthalle Bremen (Am Wall 207, Ostertor)
Der 1823 gegründete Kunstverein ließ sich 1849 zur Präsentation seiner Sammlungen die Kunsthalle nach Entwürfen von L. Rutenberg, Bremen in den Wallanlagen errichten. Sie wurde mehrfach erweitert, umgebaut und modernisiert: 1902/04, 1982, 1996/98 und aktuell 2010/11.
Führung "Die Kunsthalle Bremen 1849 – 2011" (Dr. Andreas Kreul): 15.00 h, Treffpunkt Haupteingang

Gerhard-Marcks-Haus
Gerhard-Marcks-Haus

Gerhard-Marcks-Haus (Am Wall 208, Ostertor)
Das klassizistische ehemalige Ostertorwachhaus, wie sein Pendant nach Entwürfen von F. M. Stamm 1825-1828 erbaut, ist heute nach einem Umbau von P. Schnorrenberger (1991) Sitz des Gerhard-Marcks-Hauses. Das gegenüberliegende zweite Wachhaus, heute Wilhelm Wagenfeld Museum, beherbergte in seinem hinteren Teil ursprünglich das sog. Detentionshaus (Gefängnis).
Vortrag "Die Geschichte des Gefangenenhauses am Ostertor" (Dagmar Löbert): 13.00 h. Im Anschluss daran wird ein 15minütiger Film über die Projektarbeit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gezeigt.

Silberwarenmanufaktur
Silberwarenmanufaktur

Silberwarenmanufaktur Koch & Bergfeld (Kirchweg 200, Neustadt)
1875 zog die 1829 gegründete Silberwarenfabrik in einen Neubau mit schlossartiger Fassade am Kirchweg um. Rudolf Alexander Schröder und Bernhard Hoetger lieferten u.a. Entwürfe für Bestecke.
Führungen: 11.00 h, 14.00 h, 15.00 h, je max. 30 Pers. Zugang mit – kostenlosen – Eintrittskarten. Die Teilnehmer möchten sich bitte unter E-Mail:immobilie@koch-bergfeld.de in der Woche zuvor anmelden und ihre Karten für die jeweilige Führung im Kirchweg 200 von Mo. – Do. von 10.00 - 17.00 h abholen. Vergabe nach Anmelde-Eingang.

Villa Hollerallee 75
Villa Hollerallee 75

Villa Hollerallee 75 (Schwachhausen/Barkhof)
Bankiers-Villa Müller-Schall, erbaut 1900/02 durch F. Dunkel in den Formen "Deutscher Renaissance", Halle mit Fresken von A. Fitger. Seit 1993 von der Bremischen Evangelischen Kirche genutzt; als "forum Kirche" Ort für öffentliche Diskussion und Bildung.
Geöffnet (mit Rahmenprogramm): 11.00 h – 16.00 h; Führungen (Pastorin Ruth Fenko): 12.00 h, 14.00 h und 15.00 h

Eingang Standesamt
Eingang Standesamt

Villa Hoffmann, heute Standesamt, Hollerallee 79 (Schwachhausen/Barkhof)
Das Haus wurde 1900/01 als Großvilla im neubarocken Stil mit aufwendiger, in Bremen außergewöhnlicher Werksteingestaltung (Hauptfassade, repräsentative Diele) von Wellermann & Frölich, Bremen ausgeführt.
Geöffnet: 11.00 h – 17.00 h; Führungen (Detlef von Horn): ständig, nach Bedarf; Vortrag (D. v. Horn), "200 Jahre Standesämter in Bremen": 14.30 h; Ausstellung mit den Themen: Standorte des Bremer Standesamtes seit 1811/Bremer Hochzeitsbräuche u. Hochzeitshäuser/Prominente in Personenstandsbüchern

Auf dem Riensberger Friedhof
Riensberger Friedhof

Riensberger Friedhof (Friedhofstraße 51, Schwachhausen)
1872-75 nach Entwürfen von C. Jancke, Aachen als Parkfriedhof angelegt. Viele bekannte Bremer sind hier begraben. Das Krematorium nach Entwurf von H. W. Behrens, Bremen (1907) wird seit 2002 als Kolumbarium genutzt.
Friedhof geöffnet 8.00 – 19.00 h, Kolumbarium geöffnet 11.00 – 17.00 h; Humorige Führung unter dem Titel: "Guck mal, wer da liegt" (Christine Renken alias "Bergmann vom Hurrelberg", Theater Interaktiwo), Treff Friedhofskapelle, Nähe Haupteingang Friedhofstraße: 12.00 h; Führung (Irma Gerken, Umweltbetrieb Bremen), Treff Kolumbarium, Nähe rückwärt. Friedhofseingang H.-H.-Meyer-Allee: 13.30 h

illuminierter Pumpensumpf
illuminierter Pumpensumpf

Altes Pumpwerk (Salzburger Str. 12, Findorff)
Erbaut 1913-15 im Zuge der Neuordnung der Bremer Abwasserentsorgung; heute ein Museum zur Geschichte der Stadtentwässerung und Veranstaltungsstätte. Der Förderverein Altes Pumpwerk wurde 2010 mit dem erstmals verliehenen Bremer Denkmalpflegepreis in der Kategorie "Ehrenamtliches Engagement" ausgezeichnet.
Geöffnet: 11.00 h – 18.00 h, Führungen und Filmvorführungen: ständig, nach Bedarf

Andreaskirche
Andreaskirche

Andreaskirche (Danziger Str. 20/22, Gröpelingen)
Entstanden 1948-49 aus vorfabrizierten Elementen nach einem Typenentwurf von Otto Bartning für das Notkirchenprogramm des Hilfswerks der Evangelischen Kirche in Deutschland, das insgesamt 48 Kirchen umfasste.
Geöffnet: 11.00 h – 17.00 h; Führungen (Frau Schwerdtfeger): nach Bedarf

Grambker Kirche
Grambker Kirche

Grambker Kirche, ev. (Grambker Kirchweg 6, Grambke)
Kirchenschiff von 1722, Turm von 1864, Abendmahlskelch aus der 1654 zerstörten Burger Kirche.
Geöffnet: 15.30 h – 17.30 h; Gottesdienst: 10.00 h; Erklärungen zur Orgel durch Orgelbaumeister und Kirchenmusiker, mit Klangbeispielen, zwei- und vierhändig gespielt (Martin Schubert, Marcel Gaul): 16.00 h – 17.00 h

Kirche Hemelingen
Kirche Hemelingen

Kirche Hemelingen, ev.-luth. (Westerholzstraße 19, Hemelingen)
Schönste neugotische Kirche Bremens mit gut erhaltener Ausstattung, errichtet 1886-1890 nach Plänen von K. Börgemann, Hannover. Historischer Radleuchter mit im Jahr 2003 rekonstruierten Glasaufsätzen.
Geöffnet: 10.00 h – 13.00 h; Gottesdienst: 10.00 h; Historische Führungen (Klaus Brinkmann), mit Turmbesteigung, Vorstellung der mechan. Kirchturmuhr und Glockendemonstration: 11.00 h, 12.00 h, 13.00 h

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St. Johann, Oberneuland
St. Johann, Oberneuland

St. Johann, Oberneuland, ev. (Oberneulander Landstraße 41)
Neugotische Backsteinkirche (1859/60) nach Plänen von Heinrich Müller anstelle einer Vorgängerkirche des 12. Jhs., roman. Taufstein von ca. 1250.
Geöffnet: 10.00 h – 19.00 h; Gottesdienst zum Thema des Denkmaltages:10.00 h; Friedhofsführung (Klaus Behrens-Talla): 11.15 h; kindgerechte Turmführung (Pastor Frank Mühring): 11.30 h; Musikalische Vernissage zur Ausstellung "150 Jahre Kirchenmusik in Oberneuland" (Dr. Ulrich Matyl): 12.15 h; "Oberneulander Orgeltag" – klingende Ausstellung mit jeweils 30 Min. Orgelmusik u. Texten der Zeit um 1860 (Texte: Gaby Nickel, an der Ahrend-Orgel: Katja Zerbst): Beginn stündlich von 14.15 h – 18.15 h

Borgfelder Kirche
Borgfelder Kirche

Borgfelder Kirche, ev. (Borgfelder Landstraße 15-17, Borgfeld)
Backstein-Saalkirche, auf das 13. Jh. zurückgehend, 1869 Turmerneuerung und Choranbau, 1896 Grunderneuerung des Schiffes. Mittelalterliches Taufbecken im Turmraum, Kanzel aus der zerstörten St.-Pauli-Kirche in der Bremer Neustadt.
Geöffnet: 10.00 h – 12.00 h; Gottesdienst: 10.00 h; Führung (Diakonin Rita Schöne): 11.00 h

Bremen-Nord

Kirche Vegesack
Kirche Vegesack

Kirche Vegesack, ev. (Kirchheide 10, Vegesack)
Neben der Horner Kirche der einzige klassizistische Kirchenbau Bremens, errichtet 1819-1821 von F. Wendt und G. Tölken; 1832/33 harmonisch umgestaltet von J. E. Polzin; 2008/09 Dachausbau für Gemeindearbeit.
Geöffnet: 10.00 h – 12.00 h u. 15.00 h – 17.00 h; Gottesdienst: 10.00 h; Kirchenführung (inkl. "Oberdeck"): 15.00 h; Stadtrundgang zur Sozialgeschichte Vegesacks "Wo standen die erste Schule und das erste Armenhaus in Vegesack und was hat die Kirche damit zu tun?" (Torsten Kropp): 16.00 h, Start: Kirche; Bildervortrag "Vegesack in alten Bildern und heute": 18.30 h, Oberdeck der Kirche

Historisches Wohnhaus
Historisches Wohnhaus

Historisches Wohnhaus Weserstraße 83, ehem. Bäckerei Harbers/Schnatmeyer (Vegesack)
Die 1798 erbaute frühere Bäckerei und Keksfabrik Harbers/Schnatmeyer ist Ausgangspunkt und erstes Ziel eines Spaziergangs durch die Weserstraße. Sie versorgte seit dem 18. Jh. Schiffe mit Hartbrot und Schiffszwieback; heute ist sie ein Wohnhaus. Geöffnet: 10.00 h – 18.00 h; Hausführungen: nach Bedarf.

ehem. Kapitänshaus
ehem. Kapitänshaus

Kapitänshäuser, Weserstraße (Vegesack)
In der ersten und zweiten Hälfte des 19. Jhs. erbaute, das Straßenbild prägende Giebelhäuser für Kapitäne und Angehörige anderer seefahrender Berufe an der Weserstraße (Nr. 22 bis 32).
Führung (Herr Schnatmeyer), Treffpunkt Weserstraße 83 (ehem. Bäckerei Harbers / Schnatmeyer): 10.30 h und 14.30 h. Ziel ist jeweils die Villa Fritze (mit Anschluss an die Führungen von Herrn Dornstedt um 11.00 h und 15.00 h dort); weitere Führungen durch die Weserstraße zu beliebigen Zeiten ab Weserstraße 83 nach Bedarf

Villa Fritze
Villa Fritze

Villa Fritze (Weserstraße 74-75, Vegesack)
Die bis vor kurzem als Ortsamt genutzte Villa Fritze wurde 1876 als großbürgerliche historistische Kaufmannsvilla mit Renaissance-Einflüssen nach Entwürfen von H. Müller, Bremen erbaut. Zugehörig sind das ehem. Kutscherhaus- und Remisengebäude (heute Feuerwehr, Weserstr. 33-33 A) und ein 1879/80 errichteter Aussichtspavillon (Weserstr. 75 C). Führung (Ortsamtsleiter Heiko Dornstedt): 11.00 h u. 15.00 h. – Herr Karsch steht in der Villa Bischoff, Weserstraße 84 bereit, um gegen 16.00 h die Teilnehmer zu empfangen. Anschließend nochmals Führung durch die Weserstraße mit Herrn Schnatmeyer möglich.

Villa Bischoff
Villa Bischoff

Villa Bischoff (Weserstr. 84, Vegesack)
Prunkvolle Villa in französischen Renaissanceformen nach Entwurf von Klingenberg & Weber, Oldenburg, 1886/87 für den Reeder Joh. Diedrich Bischoff, restaurierte Innenräume mit Dekorationen des Historismus, "Argonautenzimmer".
Führung: 16.00 h (Herr Karsch). Anschließend Führung durch die Weserstraße mit Herrn Schnatmeyer möglich.

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St. Martini, Lesum
St. Martini, Lesum

St. Martini, ev.-luth. (An der Lesumer Kirche, Lesum)
Im Kern mittelalterliche Kirche mit eindrucksvoller Höhenlage an der Lesum, Vierkantturm wohl spätromanischen Ursprungs, Saalbau, 1778/79 (J. Diercks).
Geöffnet: 10.00 h – 17.00 h; Gottesdienst (Pastor Wolfgang Grosse): 10.00 h; Führung (Gerd Osterloh, Küster): 16.00 h; Orgelkonzert (Kantor Hans-Dieter Renken): 17.00 h

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Wätjens Park
Wätjens Park

Wätjens Park
(Landrat-Christians-Straße 6, Blumenthal)

Noch weitgehend erhaltener Landschaftspark aus der Mitte des 19. Jahrhunderts mit einer englisch-gotischen Villa ("Wätjens Schloss"), auf die Bremer Reeder- und Kaufmannsfamilie Wätjen zurückgehend.
11.00 h Führung durch Wätjens Park, Treffpunkt beim Sandsteintor an der Einmündung "Am Forst"/Landrat-Christians-Str., Schwerpunkt: "Englischer Landschaftspark im 19. Jahrhundert – was Bremische Reeder und Kaufleute ihren Sommergästen gern gezeigt haben".

Aumunder Kirche
Aumunder Kirche

Aumunder Kirche, ev.-luth.
(An der Aumunder Kirche 5)

Neugotische Backstein-Hallenkirche mit Westturm und polygonalem Ostchor, erbaut 1876/77 nach Entwurf des Oldenburger Baumeisters Wege.
Von 1909 bis 1910 wurde die Kirche Alt-Aumund von Karl Bohlmann ausgemalt. 1952 wurden diese Wandmalereien im Zuge von Renovierungsarbeiten abgedeckt und übermalt. Vor wenigen Jahren hat die Kirchengemeinde sich entschlossen, die alten Malereien zu restaurieren. In mühevoller Detailarbeit konnten die Darstellungen im Chorraum und im Triumphbogen wieder sichtbargemacht werden.
Geöffnet: 10.00 h - 16.00 h; Festgottesdienst um 10.00 h zum 10-jährigen Jubiläum der Kantorei Alt-Aumund mit einer Aufführung der "Deutschen Messe" von Franz Schubert (1797-1828); Führungen: 11.30 h und 15.00 h (Restaurator Mathias Seefried und Pastor Jan Lammert)

Reformierte Kirche Blumenthal
Kirche Blumenthal

Reformierte Kirche Blumenthal (Landrat-Christians-Str. 80)
Monumentale neugotische Backsteinhallenkirche mit Querhaus und seitlichen Emporen, entstanden 1877/79 nach Entwurf von J. Vollmer.
Geöffnet: 11.00 h – 16.00 h; Führungen (Pastor i. R. Peter Ramsauer): ständig, nach Bedarf; kurze Orgelkonzerte; Ausstellung historischer Gesangbücher

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Bunker Südseite, Foto: Harald Schwörer, photein.de
Bunker Südseite, Foto: Harald Schwörer, photein.de

Erinnerungslandschaft
Bunker Valentin,
Rekumer Siel 1, Rekum-Farge

Der U-Boot-Bunker Valentin war eines der größten Rüstungsprojekte des nationalsozialistischen Deutschland. Von 1943 bis 1945 arbeiteten tausende Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Häftlinge auf der Baustelle.
Die Landeszentrale für politische Bildung, der Verein Geschichtslehrpfad Lagerstraße, der Heimatverein Neuenkirchen und die Internationale Friedensschule Bremen bieten Führungen durch den Bunker, über das ehemalige Lagergelände und durch die Baracken Wilhelmine und 27 an.
Führungen am Denkort Bunker Valentin stündlich zwischen 10.00 h u. 16.00 h. Die Baracken sind bis 18.00 h geöffnet. 14.00 h: Gedenkgottesdienst an der Kriegsgräberstätte. Ab 16.00 h Podiumsdiskussion zur Zukunft der Erinnerungslandschaft.

Knoops Park
Knoops Park

Knoops Park (Auf dem hohen Ufer, St. Magnus)
Mittelpunkt des heutigen "Knoops Park" ist der von W. Benque gestaltete Park des ehemaligen Knoopschen Landgutes "Mühlenthal". Hier und beim weiteren Rundgang zu Haus Schotteck und Haus Lesmona werden die Lebensgeschichten der begüterten Familien an der Lesum geschildert und die Zusammenhänge mit der Kultur-, Wirtschafts- und Industriegeschichte des 19. Jahrhunderts verdeutlicht.
Führung (Christof Steuer, Ltd. Baudir. i.R.): 11.00 h - 12.30 h, Treffpunkt: Parkplatz bei Haus Kränholm, Auf dem hohen Ufer/Ecke Raschenkampsweg.

Schloss Schönebeck
Schloss Schönebeck

Schloss Schönebeck
(Im Dorfe 5, Schönebeck)

Romantisch im Auetal gelegenes Herrenhaus von 1687, stattlicher zweigeschossiger Backstein-Fachwerkbau mit mächtigem Mansarddach, heute Museum. Verschiedene Abteilungen sind der heimischen Schifffahrt sowie dem Herings- und Walfang gewidmet.
Geöffnet: 10.30 h – 17.00 h; Führungen "Romantik, Realismus und Revolution in der Schifffahrt, speziell in der Loggerfischerei": 11.00 h u. 15.00 h

Bremerhaven

Alter und neuer Hafen Bremerhaven
Alter und neuer Hafen

Rundgang Alter und Neuer Hafen (Bremerhaven-Mitte)
Wie schon bei Errichtung der Hafenbecken des Alten Hafens (1828-1830) und dessen erster Erweiterung (Neuer Hafen, 1850) ist hier auch heute noch – nach dem Bau der "Havenwelten" – ein Motor regionaler Entwicklung.
Führung: "Auf Spurensuche. Hafengeschichtlicher Rundgang" (Kurt Georg Hesse, Förderverein Maritimer Denkmalschutz), mit Vorstellung des 1. Maritimen Denkmalpfades, Treffpunkt: Ehem. Kaserne Rotersand, Bürgermeister-Smidt-Str. 209: 11.00 – 17.00 h, nach Bedarf

Simon-Loschen-Leuchtturm
Simon-Loschen-Leuchtturm

Simon-Loschen-Leuchtturm (Lohmannstr. 4, an der Sportbootschleuse, Bremerhaven-Mitte)
Erbaut 1853-55 durch den bremischen Baumeister Simon Loschen, einen Vertreter der Neugotik. In neugotischen Formen gehaltener quadratischer Turm mit Ziegelfassade und Putzelementen, der in ein rundes Oberteil übergeht. Metallenes Laternenhaus mit Leuchtfeuer (noch in Betrieb). Metallener kranartiger Ausleger mit Signallaternen.
Führungen: 14.00 h, 15.00 h, 16.00 h (Dipl.-Ing. Hinrich Gravert), Teilnehmerzahl auf jeweils 12 Personen begrenzt.

Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche
Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche

Bürgermeister-Smidt-Gedächtniskirche, ev. (Bürgermeister-Smidt-Str. 45, Mitte)
Dreischiffige neugotische Backstein-Hallenkirche mit stadtbeherrschendem Maßwerk-Turmhelm nach Freiburger Vorbild, 1853-55 von S. Loschen. Nach Kriegszerstörung mit stark verändertem Innenraum wieder aufgebaut.
Geöffnet: 14.00 h – 17.00 h, Gottesdienst: 10.00 h; Führung: 16.00 h

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Villa Seedorf
Villa Seedorf

Villa Seedorf,
heute Standesamt
(Hafenstraße 14, Mitte)

Erbaut 1876/77 durch und für den Maurermeister und Stuckateur Friedrich Seedorf als repräsentativer Wohnsitz. Gründerzeitliche Villa großbürgerlichen Zuschnitts mit originären Innenstuckaturen, die zugleich als Musterkatalog für die Kunden des Unternehmers dienten. Nach aufwendiger Restaurierung seit 1982 Sitz des Standesamtes Bremerhaven.
Führungen (Dipl.-Ing. Architekt Dieter Bartels): 10.30 h u. 11.30 h. Teilnehmerzahl auf jeweils 10 Personen begrenzt. Um vorherige Anmeldung beim Stadtarchiv (Mo.-Fr., 5.-9.9.2011, 9.00 - 12.30 h, Tel. 0471-590-2459) wird gebeten.

St. Marien-Kirche
St. Marien-Kirche

St. Marien-Kirche, kath. (Grazer Str. 15, Mitte)
Erbaut 1867 als erste kath. Kirche Bremerhavens nach der Reformation. Die neugotische Hallenkirche wurde im II. Weltkrieg weitgehend zerstört. Der Wiederaufbau erfolgte 1952 als dreischiffige neoromanische Pfeilerbasilika.
Geöffnet: 09.00 h – 12.30 h; Gottesdienst: 9.00 h; Führungen: 10.30 (im Anschluss an den Gottesdienst) u. 11.30 h (Heinz Grossmann)

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Christuskirche
Christuskirche

Christuskirche, ev.-luth. (Schillerstr. 1, Geestemünde)
Erbaut 1872-75 von Conrad Wilhelm Hase, dem Protagonisten der norddeutschen Backstein-Neugotik. Erste Neubaukirche in den preußischen Unterweserorten. Die dreischiffige Hallenkirche, die sich am Eisenacher Regulativ orientiert, verfügt über eine hohen Anteil an bauzeitlicher Ausstattung.
Geöffnet: 10.00 h – 17.00 h; Gottesdienst: 10.00 h; Führungen (durch ein Mitglied des Kirchenvorstands): 13.00 h u. 15.00 h

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Herz-Jesu-Kirche
Herz-Jesu-Kirche

Herz-Jesu-Kirche, kath. (Eupener Str. 60, Lehe)
Von M. Jagielski 1910/11 erbaute, frei gotisierende Backsteinbasilika mit doppelgiebeligem Querschiff und über Eck gestelltem Turm, auffällig großes Kirchenschiff ("Leher Dom"). Kirchenraum in den 1970er Jahren teilweise umgestaltet.
Geöffnet: 10.30 h – 12.30 h; Gottesdienst: 10.30 h; Führung: ca. 11.30 h, im Anschluss an den Gottesdienst (Paul-Elmar Hagedorn)

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Parktor Speckenbüttel
Parktor Speckenbüttel

Rundgang Parktor und Parkgastronomie Speckenbüttel (Parkstraße, Lehe)
Der Ende des 19. Jahrhunderts angelegte Park Speckenbüttel war ein beliebtes Ausflugsziel für Stadtbewohner. Zahlreiche Gartenlokale warteten mit einem vielseitigen Angebot auf. Zusammen mit dem von einem Deutsch-Amerikaner gestifteten Parktor sind sie, soweit erhalten, Gegenstand des Rundgangs. Führungen (Klaus Zisenis): 14.30 h u. 17.00 h,
Treffpunkt: vor dem Parktor, Parkstraße