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Denkmalpflege in Bremen, Band 16

Bremen und Skandinavien

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Band 16

Die Europäische Kommission erklärte das Jahr 2018 zum Europäischen Kulturerbejahr mit dem Motto "Sharing Heritage – geteiltes Erbe". Europaweit wurde in vielen Projekten die kulturelle Vielfalt und der Dialog zwischen den Ländern thematisiert. Ziel war es, das gemeinsame und verbindende europäische Kulturerbe in der eigenen Heimat zu entdecken.
Mit der Ausstellung "Bremen und Skandinavien. Geschichten über den Zauber des Anfangs" beteiligte sich Bremen am Europäischen Kulturerbejahr 2018. In der begleitenden Vortragsreihe wurden die religiösen, wirtschaftlichen und kulturellen Beziehungen zwischen Bremen und Skandinavien beleuchtet. Dabei referierten namhafte Fachleute aus den Bereichen Mittelalterliche Geschichte, Archäologie, Bau- und Kunstgeschichte. Der nun vorliegende 16. Band der Schriftenreihe "Denkmalpflege in Bremen" fasst diese Vorträge zusammen.
Von Bremen aus reisten Missionare in den Norden, um den päpstlichen Missionsauftrag auszuführen. Wie Reisende fremde Gebiete und Völkerschaften wahrnahmen, beschreibt Volker Scior in seinem Beitrag "Vorstellungen vom Norden. Bremen und die Mission bis ans Ende der Welt vom 9. bis zum 12. Jahrhundert".
Ulrich Weidinger arbeitet mit seinem Beitrag "Staatsmacht und Diplomatie im Dienst der Glaubensverkündigung: Die Nordlandmission der Bremer Kirche im Früh- und Hochmittelalter" das Bündnis von Kirche und Reich heraus, das im 11. Jahrhundert Bremen den ehrenvollen Ruf "Rom des Nordens", einbrachte.
Adolf E. Hofmeister widmet sich in seinem Beitrag "Bremens Handelsbeziehungen zu Skandinavien im Mittelalter und in der frühen Neuzeit." Hierfür studierte er schriftliche Quellen bis in das frühe 17. Jahrhundert.
Natascha Mehler erforscht in ihrem Beitrag "Island und Grönland zur Zeit des Adam von Bremen – eine archäologische Spurensuche" das Leben und den Christianisierungsprozess knapp unterhalb des Polarkreises.
Überraschende neue Erkenntnisse über die Gestalt der karolingischen Kirchen fördert hierzu Georg Skalecki in seinem Beitrag "Die Architektur der Bremer Domkirchen des 8. bis 11. Jahrhunderts – Versuch einer bauhistorischen Einordnung" zutage – es ist eine längst überfällige Untersuchung, da bisher die Bremer Domkirchen nicht in den kunst- und kulturhistorischen Kontext ihrer jeweiligen Zeit eingeordnet wurden.
Bernd Päffgen führt in seinem Beitrag "Mittelalterliche Bischofsgräber und die Domgrabung in Bremen" sehr anschaulich aus, wie aufwändig Bischöfe beigesetzt wurden.
Jeder Beitrag erzählt den Lesern, was Bremen mit Europa verbindet.

Zum Inhaltsverzeichnis von 2019, Band 16

Herausgeber
Prof. Dr. Georg Skalecki, Kunst- und Architekturhistoriker sowie langjähriger Denkmalpfleger und Mitglied des Fachbeirats für neue UNESCO-Welterbeanträge, leitet das Landesamt für Denkmalpflege, die zentrale Fachbehörde für alle Fragen zu Denkmalschutz und Denkmalpflege im Land Bremen. Die gesetzlichen Hauptaufgaben sind die Unterschutzstellung, die Erforschung und die Pflege der Kulturdenkmäler in Bremen.

Georg Skalecki (Hg.)
Denkmalpflege in Bremen
Heft 16: Bremen und Skandinavien
144 S., 76 Abbidlungen
Softcover
Euro 8.90
ISBN 978-3-8378-1053-0