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Bremen und Skandinavien: Geschichten über den Zauber des Anfangs

Ausstellung im St. Petri Dommuseum,
01.06.2018 – 30.09.2018

In fünf Stationen Bremens historische Verbindungen in den europäischen Norden kennenlernen.

Eine Ausstellung für Groß und Klein

Bremen und Skandinavien verbindet eine lange Geschichte: Schon im Frühmittelalter wurde Bremen zur Drehscheibe des kulturellen Austauschs – als Erzbistum mit päpstlichem Missionsauftrag für den Norden. Damals wusste man hierzulande noch kaum etwas über den rauen Norden, und Skandinavien begann langsam, sich dem christlichen Europa anzunähern.
Die Ausstellung erzählt Geschichten über den Zauber dieses Anfangs. Die handelnden Personen sind Bischöfe, Könige, Päpste, Gelehrte, Händler, Mönche, Krieger – sogar Tiere kommen zu Wort. Zeugnisse aus der Zeit des 9. bis 12. Jahrhunderts finden sich heute noch im Bremer Dom, vor allem in den Krypten.

Im Einzelnen befasst sich die Ausstellung, die sich über fünf Stationen erstreckt, mit folgenden Geschichten:

1. Zu Beginn dreht sich alles um Ansgar, der mit missionarisch-diplomatischem Auftrag auf Handelswegen den Schritt in den „barbarischen“ Norden wagte (829).
2. Der Bremer Erzbischof Unni steht für das nächste Kapitel, das veranschaulicht, dass und warum das christliche Königtum und daher auch kirchliche Strukturen für skandinavische Herrscher attraktiv waren.
3. Den Höhepunkt des „Roms des Nordens“ markiert drittens die Weihe Isleifs als ersten isländischen Bischof durch den Bremer Erzbischof Adalbert.
4. Der Dom als materielles Kulturerbe steht im Zentrum des vierten Abschnitts der Aus-stellung, der sich kritisch mit der – überkommenden – Interpretation der Kapitelle aus der Ostkrypta als Spuren aus der nordischen Mythologie auseinandersetzt.
5. Abschließend wird anhand des Schlüsselmoments, als Asker Erzbischof von Lund wurde (1103), die Entwicklung des Erzbistums Bremen als Erfolgsgeschichte resümiert.

Begleitend zur Ausstellung gibt es eine Vortragsreihe.