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Erfassungsprojekt Bremen-Ost

Ergebnisse des Erfassungsprojektes Bremen-West

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Das Ergebnis des vorangegangenen Projektes "Erfassung historischer Bausubstanz in Bremen-West", das im August 2018 von der Denkmalpflegerin Carolin Schümmer M.A., M.Sc. abgeschlossen wurde, zeigt mit rund 170 erhaltenswerten Baulichkeiten/Ensembles und 43 Denkmalvorschlägen die architektonische Vielfalt in Bremen-West auf. In diesem Bezirk, dessen Stadtbild durch die Entwicklungsgeschichte der angrenzenden Industriestandorte um die Jahrhundertwende geprägt wurde, hinterließen der Zweite Weltkrieg und die Folgen des wirtschaftlichen Wandels tiefgreifende Veränderungen in der Stadt- und Sozialstruktur. Doch sind bauliche Zeugnisse und Siedlungsstrukturen der ehemaligen Arbeiterstadtteile auch noch heute gut ablesbar.

Erfassungsprojekt Bremen-Ost

Schwachhausen im Jahr 1900. Plan von Bremen, Ergänzungsblatt II., Dreyer., jpg, 45.8 KB
Schwachhausen im Jahr 1900. Plan von Bremen, Ergänzungsblatt II., Dreyer.

Dank der großzügigen Förderungen der Sponsoren und Stiftungen kann sich die Denkmalpflegerin im aktuellen Projekt dem Bremer Osten widmen, der in den kommenden Jahren vollständig nacherfasst werden soll. Das Stadtbild und die Entwicklungsgeschichte des Bremer Ostens mit seinen sieben Stadtteilen sind vielschichtig. Doch wie der Bremer Westen, so liegt auch der Bezirk Bremen-Ost durch immobilienwirtschaftliche Interessen unter starkem Veränderungsdruck. Das Inventarisationsprojekt stellt einen Versuch dar, dem Abriss wertvoller historischer Bauten entgegenzuwirken. Das Ziel ist es, die denkmalpflegerischen Absichten frühzeitig in die städtebauliche Planung einbringen zu können, indem die wertvollen zukünftige Kulturdenkmale und die erhaltenswerten Bauten benannt werden, auch wenn letztere den Wert eines Denkmals nicht mehr oder noch nicht erreichen.

Die Vorgehensweise

Oben: Reihenhäuser aus dem Jahr 1923 von Runge & Scotland in der Orleansstraße. Unten: das St. Catharinenstift an der Parkallee., jpg, 161.8 KB
Oben: Reihenhäuser aus dem Jahr 1923 von Runge & Scotland in der Orleansstraße. Unten: das St. Catharinenstift an der Parkallee.

Wie bei den vorangegangenen Projekten werden die einzelnen Stadtteile, zunächst Schwachhausen und die Östliche Vorstadt, flächendeckend begangen und ausgewählte Gebäude fotografisch dokumentiert und untersucht. Eine vertiefte Recherche über die Geschichte der Stadt- und Ortsteile verfolgt das Ziel, die Bedeutung der Orts- und Heimatgeschichte herauszustellen. In einem weiteren Arbeitsschritt werden die Bestände des Staatsarchivs, der Heimatarchive und Baubehörden gesichtet, um die historischen Quellen wie Fotos, Postkarten, Stadtpläne und Bauakten wissenschaftlich auszuwerten. Erst die Gegenüberstellung dieser wertvollen Archivalien mit den erfassten Bauten ermöglicht die Bewertung des Erhaltungszustandes und lässt die Bedeutung der Bauten in ihrem städtischen Gesamtgefüge erkennen.
Für die angestrebte Unterschutzstellung werden sämtliche Daten und Bauten in der Datenbank des Landesamtes zur Verfügung gestellt und in einem Geoinformationssystem kartiert.